ISBN-13: 9783656493679 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 24 str.
ISBN-13: 9783656493679 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,0, Universitat Rostock, Sprache: Deutsch, Abstract: Barthold Heinrich Brockes hat sich in seinem zwischen 1721 bis 1748 in neun Banden erschienenen Werk "Irdisches Vergnugen in Gott, bestehend in Physikalisch- und Moralischen Gedichten" ganz dem Programm der Aufklarung verschrieben. Er wand sich in ihm der "konkret-physikalischen Natur" zu und wollte mit seiner Dichtung Vergnugen und eine "moralische Besserung" erreichen. Seine Dichtkunst sollte nutzen oder belehren und zugleich belustigen. Diesem Zweck diente die physikotheologische Naturpoesie, deren Ziel es war, die neuesten Erkenntnisse der Naturforschung mit dem altbekannten theologischen Weltbild zu verknupfen. Da sie die Erkenntnisse der neuen Wissenschaften nicht verwarf, sondern versuchte, sie in die bestehende Ordnung einzubinden, bedeutete die Physikotheologie durchaus ein Stuck Aufklarung. Brockes verfolgte dieses Ziel mit Hilfe seines deskriptiven Naturpoems. Er nutzte die neueren Erkenntnisse der Naturwissenschaften, um in seinen Gedichten in der Natur die Existenz eines Schopfergottes nachzuweisen. So stand bei ihm jedes Naturelement als Zeichen fur Gottes Weisheit und Gute und musste vom Menschen nur noch als solches wahrgenommen werden. Im Folgenden soll dargestellt werden, wie Brockes die Natur und ihre Phanomene darstellt, um sowohl in Makro- als auch in Mikrokosmos den Gottesbeweis zu erbringen und wie er mit dem deskriptiven Naturgedicht versucht, dem Menschen zu "einer auf innerweltliche Zufriedenheit und christliches Schopfervertrauen gegrundeten Lebenshaltung" zu verhelfen. Zunachst werden dazu die erkenntnistheoretischen Folgen der kopernikanischen Krise und ihre Be-deutung fur die Dichtung von Brockes erlautert.