ISBN-13: 9783640335923 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 52 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit hat sich die Bearbeitung des Themas Wirtschaftsethik zur Aufgabe gesetzt. Der gangigen Auffassung zufolge seien moderne Gesellschaften schon von sich aus von der Differenz von Okonomie und Ethik bestimmt (vgl. Wieland 1993), was nicht zu-letzt an der von Max Weber beschriebenen zweckrationalen Vernunft des modernen Menschen liege, welche die Vernunft leitenden wertrationalen und traditionalen Prinzipien der Vormoderne abgelost habe (Weber 1920:673). Fast jeder zweite Mensch auf der Erde hat taglich weniger als 2 US-Dollar zur Verfugung, was von der Weltbank als Armutsgrenze fur die Industrienationen definiert wird (Altvater 2007a:188). Gleichzeitig konstatieren empirische Daten, dass circa 5% der Menschheit soviel Vermogen besitzt wie der Rest der Weltbevolkerung zusammen (Demirovic 2004:7). Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer weiter geoffnet, wobei sich Ungleichheitsunterschiede von Macht und Geld sowie Abhangigkeitsverhaltnisse zwischen Arbeitskraft und Ka-pital nicht mehr national, sondern durch die wirtschaftliche Transnationalisierung im internationalen Gefalle auf erhohter Stufe neu reproduzieren. Die weltweiten Wirtschaftsverflechtungen (allgemein unter dem Schlagwort "Globalisierung" bekannt), ohne gleichzeitiger politi-scher Mitspracherechte in einem transnationalen Diskurs, sind dem-nach wohl eher durch den sozialwissenschaftlichen Begriff der "Glokalisierung" zu definieren (Altvater 2007b:163). Hatten sich in der klassischen Wirtschaftstheorie von Smith und Ricardo die Analysen vor allem noch auf die jeweilige nationale Situation beschrankt, ist die Analyse demnach heutzutage global vorzunehmen.