ISBN-13: 9783668178779 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 26 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 1,0, Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover (Institut fur Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Konzept des menschlichen Naturzustandes gilt als eines der wesentlichen Charaktermerkmale der staatsphilosophischen Theorien des 17. Jahrhunderts. Der Naturzustand bildet den Ausgangspunkt der Argumentation fur ein Gesellschaftsmodell und fungiert als gedankliches Fundament fur viele Staatstheorien. Thomas Hobbes hat den Begriff -Naturzustand- wesentlich gepragt und endgultig in die philosophische Diskussion eingefuhrt, die von Autoren, wie Hugo Grotius, Samuel Putendorf, John Locke und Baruch de Spinoza fortgefuhrt wurde. Im Allgemeinen versteht man unter dem Naturzustand die gedankliche Fiktion eines apolitischen Zustands: -Der Staat wird in die ihn konstruierenden, im Gedankenexperiment aber als isoliert (...) gedachten Einzelsubjekte zerlegt, und es wird gefragt, was ein solcher status naturae fur diese Einzelsubjekte bedeuten wurde.- Bei genauerer Betrachtung entwerfen die Autoren, trotz Anwendung derselben naturwissenschaftlichen Methode, sehr unterschiedliche Naturzustandskonzeptionen. Grund dafur sind unterschiedliche Menschenbilder: Die Anthropologie eines Thomas Hobbes geht von einem von Grund auf egoistischen, nach Macht und Herrschaft strebenden Menschenbild aus, wogegen ein John Locke den Menschen nicht als grundlegend bose und gesellschaftsunfahig einstuft. In der vorliegenden Arbeit werde ich die Naturzustandskonzeptionen dieser beiden Philosophen in einer vergleichenden Analyse genauer darstellen. Die jeweilige Naturzustandsbeschreibung wird in eine kurze Einfuhrung in Leben, Philosophie und den jeweils bestehenden Gesellschaftskontext eingebettet, denn sowohl bei Hobbes als auch bei Locke bedingen sich diese drei Elemente wechselseitig: Hobbes absolutistisches Herrschaftsmodell i