ISBN-13: 9783668180185 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 46 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,0, Hochschule fur Musik und Theater Hannover, Sprache: Deutsch, Abstract: -Die erkennende Haltung zur Musik ist eins mit der kritischen.- Getreu dieser Maxime hat sich der Musikphilosoph, Soziologe, Komponist und Kulturkritiker Theodor W. Adorno (1903-1969) auch dem Jazz und der Popular Music seiner Zeit zugewandt und eine auerst negative Kritik formuliert, die durch die Scharfe ihrer Thesen bis in die Jetzt-Zeit nachhallt. Die von Adorno unternommene -Brandmarkung- des Jazz und der Popular Music als standardisierte und pseudoindividuelle Massenware, die regressive und totalitare Tendenzen innerhalb der Gesellschaft verursacht und verstarkt, ist noch immer sichtbar. So wurde die nicht nur asthetisch, sondern auch psychoanalytisch und politisch begrundete Verachtung Adornos gegenuber der sogenannten -leichten Musik- von der Musikwissenschaft der 1960er und 1970er adaptiert und ist meiner Meinung nach auch heute noch an Universitaten und Kunsthochschulen zwar nicht mehr omniprasent, aber doch spurbar. Die innerhalb dieser Arbeit angewandte dialektische Methode ist bewusst gewahlt, um zu verhindern, dass es zu einer einseitigen, vorschnellen Auslegung der Jazz- Kritik kommt. Laut Heinz Steinert gibt es drei Moglichkeiten die Jazzkritik zu rezipieren: Entweder wird man zum -Adornit- und adaptiert den von Adorno vertretenen Elitismus einer Hochkultur, der leichte Musik grundlegend negiert, oder man wertet diese Kritik zwanghaft ab. Die dritte und vernunftigere Umgangsart (die ich fur diese Arbeit anstrebe) ist das kritische Weiterdenken der Jazzkritik. Denn auch wenn einige Auerungen Adornos zum Jazz schlichtweg falsch, oberflachlich und gar ideologisierend sind, so versteht es das denkerische Genie Adorno dennoch identitatsrelevante Fragen zu stellen. Eine Auseinandersetzung mit diesen Fragen halte ich fur alle heutigen Protagonisten des Jaz