ISBN-13: 9783640493852 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft, Note: 1,0, Evangelische Hochschule fur Soziale Arbeit Dresden (FH), Sprache: Deutsch, Abstract: Als zu Beginn dieses Moduls mogliche Themen fur die Bearbeitung in einer Hausarbeit vorgeschlagen wurden, weckte die Frage nach unterschiedlichen Sichtweisen auf den "Neid" spontan mein Interesse. Ich befand mich gerade in einer akuten Mobbingsituation und vermutete dahinter unter anderem Neid. Auch im Gesprach mit meinen Kommilitonen fiel mir auf, dass es nur "schick" ist uber das riesige kaum zu bewaltigende Arbeitspensum zu klagen, aber nicht erwahnt werden darf, was man schon alles geschafft hat - zum Beispiel eine Hausarbeit lange vor Abgabetermin fertig gestellt - um ja keinen Neid zu erregen. Geht es aber jemand aus der Gruppe offensichtlich schlecht, so wird ihm/ihr sofort Unterstutzung angeboten. Vielleicht ein besonderes Phanomen unter Angehorigen sozialer Berufe? Alles soll moglichst ausgewogen und gerecht sein? Personlich hatte ich mich damit bisher noch nicht naher beschaftigt. Neid scheint in unserer Kultur ein Tabuthema zu sein, es wird kaum daruber gesprochen, es ist ein unangenehmes Gefuhl und peinlich, neidisch zu sein. Im Unterschied dazu gibt es andere Kulturen, in denen umgekehrt der Beneidete das Problem hat. In meiner Hausarbeit mochte ich anhand einer Literaturrecherche und hier besonders des Buches von Verena Kast (1996): "Neid und Eifersucht, Die Herausforderung durch unangenehme Gefuhle" das Thema "Neid - Normalitat oder abweichendes Verhalten?" bearbeiten. Die Autorin, eine schweizer Psychoanalytikerin, geb. 1943, ist mir in meiner fruheren Tatigkeit als Hospizmitarbeiterin durch ihre Publikationen zum Thema Trauer bekannt geworden und hat mich beeindruckt.