Mit seiner aggressiven Berlin-Politik - Ultimatum 1958 und Mauerbau 1961 - ging der sowjetische Partei- und Regierungschef Chruschtschow ein Risiko ein, das sich kaum noch kalkulieren lie. Die sowjetischen Quellen belegen, dass die sowjetische Fuhrung in der zweiten Berlin-Krise vor allem unter Beachtung militarstrategischer Gesichtspunkte agierte. Infolgedessen eskalierte der Rustungswettlauf derart, dass die sowjetische Rustungsindustrie kostspielige Waffenprojekte auch gegen die gesamtwirtschaftlichen Interessen der Staatsfuhrung durchsetzen konnte. Der militarisch-industriell-akademische...
Mit seiner aggressiven Berlin-Politik - Ultimatum 1958 und Mauerbau 1961 - ging der sowjetische Partei- und Regierungschef Chruschtschow ein Risiko ei...
Die Auenpolitik der DDR war einerseits durch Vorgaben der Sowjetunion und andererseits durch indirekte Einflusse der Bundesrepublik eingeengt und bestimmt. Als weiterer Faktor kam die DDR-Innenpolitik hinzu. Innerhalb dieses dynamischen Koordinatendreiecks musste Auenpolitik konzipiert und durchgefuhrt werden. Daraus ergaben sich, wie Hermann Wentker in seiner Gesamtdarstellung der ostdeutschen Auenpolitik darlegt, erhebliche Schwankungen des auenpolitischen Gewichts der DDR zwischen 1949 und 1989. Thematisiert werden Heteronomie und Autonomie der auswartigen Politik Ost-Berlins sowie...
Die Auenpolitik der DDR war einerseits durch Vorgaben der Sowjetunion und andererseits durch indirekte Einflusse der Bundesrepublik eingeengt und best...
Wehrmacht in der NS-Diktatur: Uber 17 Millionen Soldaten. Kaum eine deutsche Familie, die nicht einen Angehorigen bei der Wehrmacht hatte. Was waren sie: Tater, Opfer, ganz "normale" Manner oder willige Vollstrecker? Um ihren Anteil an Krieg und Besatzung prazise und anschaulich zu bestimmen, konzentriert sich die Darstellung von Christian Hartmann auf funf deutsche Divisionen. Sie hatten unterschiedlicher nicht sein konnen. Identisch sind dagegen ihr Einsatzraum, die Sowjetunion, und die Zeit, das erste Jahr des "Unternehmens Barbarossa." Gerade die Analyse dieses Mikrokosmos bietet die...
Wehrmacht in der NS-Diktatur: Uber 17 Millionen Soldaten. Kaum eine deutsche Familie, die nicht einen Angehorigen bei der Wehrmacht hatte. Was ware...
Die Schutzstaffel der NSDAP war die gewalttatigste Terrororganisation des NS-Regimes. Sie sollte nach dem Willen Hitlers und Himmlers die "rassische" Elite des Nationalsozialismus sein, die als Vorbild der menschenzuchterischen "Aufnordung" des deutschen Volkes ausersehen war. 1939 hatte der "Schwarze Orden" gut 200.000 Mitglieder. Etwa 90 Prozent von ihnen gehorten zur Allgemeinen SS, aus der der Kern der Konzentrationslager-SS und viele der spateren SS-Kriegsverbrecher hervorgingen. Wer waren diese Manner? Wie kamen sie in die Schutzstaffel? Was taten sie in Himmlers "Orden"? Bastian Hein...
Die Schutzstaffel der NSDAP war die gewalttatigste Terrororganisation des NS-Regimes. Sie sollte nach dem Willen Hitlers und Himmlers die "rassische" ...
Sophies Schwester - das ist Inge Scholl, deren jungere Geschwister Hans und Sophie 1943 hingerichtet wurden, weil sie sich dem NS-Regime widersetzt hatten. Inge Scholl wusste nichts vom Widerstand ihrer Geschwister. Doch sie begab sich umgehend auf eine private Spurensuche und avancierte damit nach 1945 zu einer ebenso einflussreichen wie prominenten Aktivistin in der bundesrepublikanischen Erinnerungs- und Gedenkkultur an den Widerstand im "Dritten Reich." Christine Hikel hat daruber ein erhellend-aufregendes Buch geschrieben. Sie kann eindrucksvoll zeigen, wie familiare Erinnerungen...
Sophies Schwester - das ist Inge Scholl, deren jungere Geschwister Hans und Sophie 1943 hingerichtet wurden, weil sie sich dem NS-Regime widersetzt ha...
Die Integration Westdeutschlands in die europaisch-atlantische Gemeinschaft verlief keineswegs so glatt, wie es im Ruckblick erscheinen mag. Weil die Organization for European Economic Co-operation (OEEC) die erste internationale Organisation war, in der die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg gleichberechtigt mitarbeiten konnten, lassen sich an ihrem Beispiel die wirtschaftlichen, politischen und psychologischen Probleme bei der Eingliederung besonders gut zeigen: Die Auseinandersetzung um die kunftige Rolle des Landes im europaischen Wirtschaftsgefuge, die Anpassung an neue Formen der...
Die Integration Westdeutschlands in die europaisch-atlantische Gemeinschaft verlief keineswegs so glatt, wie es im Ruckblick erscheinen mag. Weil die ...
Die "Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte" sind das Flagschiff der Publikationen des Instituts fur Zeitgeschichte Munchen-Berlin. In unregelmaiger Folge erscheinen seit 1957 Editionen und Monographien zu brennenden Fragen der Zeitgeschichte. In der Mehrzahl handelt es sich dabei um Forschungsergebnisse, die aus Institutsprojekten hervorgegangen sind. Eine Veroffentlichung erfolgt erst nach dem Abschluss eines aufwendigen Begutachtungsverfahrens, an dem herausragende Gelehrte beteiligt sind. Den derzeitigen Schwerpunkt bilden die Projekte "Demokratischer Staat und terroristische...
Die "Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte" sind das Flagschiff der Publikationen des Instituts fur Zeitgeschichte Munchen-Berlin. In unregelma...
Kaum ein Staatsmann Frankreichs hat bereits zu Lebzeiten so kontroverse Einschatzungen hervorgerufen oder ein vergleichbares Ma an Anfeindungen selbst aus dem eigenen Lager auf sich gezogen wie Paul Reynaud. Sein gluckloses Agieren als Ministerprasident und die Umstande seines Rucktritts im Fruhsommer 1940 verknupfen seinen Namen zudem mit einem Abschnitt der franzosischen Zeitgeschichte, der das kollektive Gedachtnis des Landes traumatisch belastet hat. Die katastrophale militarische Niederlage und die anschlieende Selbstpreisgabe der parlamentarischen Demokratie uberschatten so zu Unrecht...
Kaum ein Staatsmann Frankreichs hat bereits zu Lebzeiten so kontroverse Einschatzungen hervorgerufen oder ein vergleichbares Ma an Anfeindungen selbst...
"Sprachenkampf in Bohmen" - diese Formel war im 19. Jahrhundert der Inbegriff fur das Streben nach sprachlicher Gleichberechtigung in der k.u.k. Monarchie. Die vorliegende Studie zeigt, da die "Sprachenfrage" auch nach der Grundung der Tschechoslowakei im Jahre 1918 eine der fundamentalen Determinanten des Verhaltnisses zwischen Tschechen und Deutschen und eines der wichtigsten Konfliktfelder im "Nationalitatenkampf" darstellte. Die Untersuchung zeichnet auf einer breiten Quellengrundlage die Entwicklung des Sprachenrechts in der ersten Tschechoslowakischen Republik nach. Sie analysiert vor...
"Sprachenkampf in Bohmen" - diese Formel war im 19. Jahrhundert der Inbegriff fur das Streben nach sprachlicher Gleichberechtigung in der k.u.k. Monar...
Thomas Raithel vergleicht erstmals systematisch den Parlamentarismus der Weimarer Republik mit jenem der spaten Dritten Republik Frankreichs und ruckt dabei besonders die beiden nationalen Inflationskrisen der 1920er Jahre in den Mittelpunkt. Wahrend der deutschen Hyperinflation geriet das parlamentarische System in eine ernsthafte Krise und Regierung und Reichsprasident konnten ihr Verordnungsregime ausbauen. Hingegen uberstand der franzosische Parlamentarismus "seine" Inflationskrise weit besser.
Thomas Raithel vergleicht erstmals systematisch den Parlamentarismus der Weimarer Republik mit jenem der spaten Dritten Republik Frankreichs und ruckt...