Die 'klassische' französische Tragödie des 17. Jahrhunderts ist als Liebestragödie zu begreifen, in der (partnerschaftliche) Liebe erstmals wesensbestimmende Funktionen für die Konzeption von Handlungen und Figuren übernimmt. Nicht zufällig koinzidiert dies historisch mit fundamentalen Veränderungen der Geschlechterordnung, in deren Zuge sich ein dezidiert galantes Theaterpublikum herausbildet. Gattungsgenealogisch ist mit der Liebestragödie indes ein erhebliches Problem aufgeworfen, insofern sie in ein Spannungsverhältnis zum antiken Gattungsmodell tritt, das keine Liebestragödie...
Die 'klassische' französische Tragödie des 17. Jahrhunderts ist als Liebestragödie zu begreifen, in der (partnerschaftliche) Liebe erstmals wesensb...
Anhand von poetologischen, literaturkritischen und publizistischen Diskursen verfolgt diese Studie die semantischen Ausdifferenzierungen des Populären im ausgehenden 18. Jahrhundert und nimmt dabei an, dass sich die als störend, sittenlos, skandalös oder stillos empfundenen Auswüchse des Populären nun in der neuen Bewertungskategorie des Vulgären sammeln. Während die Beachtung einer großen Leserschaft eine wachsende Bedeutung bei der Bewertung literarischer Artefakte spielt und vor allem im hochkulturellen Sektor immer erstrebenswerter scheint, reflektieren die entsprechenden...
Anhand von poetologischen, literaturkritischen und publizistischen Diskursen verfolgt diese Studie die semantischen Ausdifferenzierungen des Populäre...