»Lange keinen Champagner mehr getrunken« - das sollen die letzten Worte des russischen Dramatikers Anton Tschechow gewesen sein. Geboren 1860 in armen Verhältnissen, verfasste er während seines Medizinstudiums Kurzprosa für Zeitschriften, um für den Lebensunterhalt seiner Familie zu sorgen. Doch das Schreiben blieb kein bloßer Brotjob. Nach dem Studium schrieb er hauptberuflich. Heute gilt Tschechow als einer der Begründer der modernen Short Story. Die Humoresken und Satiren, pointensicher gelesen von Gert Westphal, geben einen wunderbaren Einblick in Tschechows...
»Lange keinen Champagner mehr getrunken« - das sollen die letzten Worte des russischen Dramatikers Anton Tschechow gewesen sein. Geboren 1860 in arm...
Als seine Frau stirbt, beginnt der Abstieg des Bauern Schormeyer. Zurückgelassen mit dem Hof und zwei erwachsenen Kindern denkt er zwar an eine neue Vermählung, doch zieht es ihn zunehmend in die Wirtschaft und sein Leben gerät immer weiter aus dem Gleichgewicht. Als ein Fehltritt mit seiner Magd zu einer ungewollten Schwangerschaft und zum Zerwürfnis mit seinen Kindern führt, ist die Katastrophe nicht mehr abzuwenden. »Der Wittiber« ist einer von nur drei Romanen von Ludwig Thoma. Mit Gustl Bayrhammer taucht der Hörer authentisch und dialektgefärbt in diese bäuerliche Welt...
Als seine Frau stirbt, beginnt der Abstieg des Bauern Schormeyer. Zurückgelassen mit dem Hof und zwei erwachsenen Kindern denkt er zwar an eine neue ...
»Nur eins interessiert mich wesentlich, nämlich alles das aufzuzeichnen, was in Büchern weggelassen wird.« Dieser Satz von Henry Miller bringt auf den Punkt, wofür sein Roman »Wendekreis des Krebses« steht: die tabulose Dokumentation menschlicher Sexualität. Autobiografisch angelegt, beschreibt der amerikanische Schriftsteller, wie er in den 1930er-Jahren in Paris lebte: mittellos, freizügig, glücklich. Heute so anstößig wie damals, begeistert der Roman - gelesen von Werner Wölbern - durch seine atemberaubende und schockierende Sprache, als kraftvoller Aufschrei gegen eine...
»Nur eins interessiert mich wesentlich, nämlich alles das aufzuzeichnen, was in Büchern weggelassen wird.« Dieser Satz von Henry Miller bringt auf...
1934 erschien mit »Cervantes« im Querido Verlag in Amsterdam einer der großen Romane der deutschsprachigen Exilliteratur. Der heute in Vergessenheit geratene Schriftsteller Bruno Frank erzählt darin die Geschichte von Miguel de Cervantes, dem Verfasser von »Don Quijote«. In Cervantes, der einem von Armut und Unglück gezeichneten Leben einen der unvergänglichen Romane der Menschheit abrang, fand Frank einen zeitlosen und kämpferischen Helden, der auch ihm als Vorbild dienen konnte. Ulrich Noethen liest die Biografie des Großmeisters Cervantes ungekürzt.Ungekürzte Lesung mit Ulrich...
1934 erschien mit »Cervantes« im Querido Verlag in Amsterdam einer der großen Romane der deutschsprachigen Exilliteratur. Der heute in Vergessenhei...
»Tauben im Gras« ist der erste Roman aus Wolfgang Koeppens »Trilogie des Scheiterns«. Er erschien 1951 und schildert die Personen und Ereignisse eines einzigen Tages im München des Jahres 1949. Die über dreißig Figuren verzweifeln an ihrer Umgebung, doch vor allem auch an sich und ihren Erwartungen. Kaum ein Autor wirft einen so genauen und sezierenden Blick auf die unmittelbare Nachkriegszeit. Der Roman, ungekürzt gelesen von Achim Höppner, zeichnet kaleidoskopartig die gesellschaftlichen, moralischen, politischen und rasistischen Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland...
»Tauben im Gras« ist der erste Roman aus Wolfgang Koeppens »Trilogie des Scheiterns«. Er erschien 1951 und schildert die Personen und Ereignisse e...
Die Hunde sind schuld. Beim Spaziergang mit der Queen rennen sie los, um den allwöchentlich in einem der Palasthöfe parkenden Bücherbus der Bezirksbibliothek anzukläffen. »Ma'am« ist zu gut erzogen, um sich nicht bei dem Bibliothekar zu entschuldigen, leiht sich ebenfalls aus Höflichkeit ein Buch aus - und kommt auf den Geschmack. Von da an deckt sie sich jede Woche mit Lesestoff ein. Sir Kevin, Privatsekretär der königlichen Hoheit, ist »not amused«, beginnt doch die Queen ob ihrer neuen Leidenschaft ihre royalen Pflichten zu vernachlässigen. Umwerfend komisch und very british -...
Die Hunde sind schuld. Beim Spaziergang mit der Queen rennen sie los, um den allwöchentlich in einem der Palasthöfe parkenden Bücherbus der Bezirks...
Die Näherin Ernestine Rehbein, genannt Stine, lebt in sehr einfachen Verhältnissen im Berlin der Gründerzeit. An einem Abend lernt Stine den jungen, aber kränkelnden Grafen Waldemar Haldern kennen. Der Adlige - angetan von ihrer natürlichen Art - verliebt sich in die Kleinbürgerin und macht ihr trotz der Standesunterschiede einen Heiratsantrag. Als Stine ablehnt, kommt es zur Katastrophe. Mit dem stets richtigen Ton und ein wenig Berliner Schnauze liest Altmeister Gert Westphal Fontanes tragische Geschichte der schönen Stine, in der wie bereits in »Irrungen, Wirrungen« das Thema der...
Die Näherin Ernestine Rehbein, genannt Stine, lebt in sehr einfachen Verhältnissen im Berlin der Gründerzeit. An einem Abend lernt Stine den jungen...
Heitere, satirische Texte lassen nicht direkt an Dostojewski denken. Doch als er im Jahr 1861 diese »peinliche Geschichte« schrieb, wurde unter Zar Alexander II. gerade die Leibeigenschaft abgeschafft. Es war die Zeit der großen gesellschaftlichen Umwälzungen, die den Schriftsteller zu dieser Groteske inspirierten. Um Toleranz und Humanität zu demonstrieren, erscheint der General Iwan Iljitsch Pralinski uneingeladen zur Hochzeit eines Untergebenen. Doch von da an geht alles schief, was schiefgehen kann. Friedhelm Ptok trifft exzellent den Ton dieser bissigen Gesellschaftssatire.Lesung...
Heitere, satirische Texte lassen nicht direkt an Dostojewski denken. Doch als er im Jahr 1861 diese »peinliche Geschichte« schrieb, wurde unter Zar ...
Die frühen Erzählungen von Heinrich Böll wären andere gewesen, wenn er nicht mit Anfang zwanzig, zu Beginn seines Germanistikstudiums, zur Wehrmacht eingezogen worden wäre. Statt zu studieren, war er plötzlich Soldat. Nach dem Krieg war es für Böll eine Frage der Moral, Krieg und Nachkriegszeit so zu beschreiben, wie sie wirklich waren. Gerade in der kurzen Form fand Böll die Möglichkeit sich auszudrücken. Seine eindringliche Sprache und seine beißende Gesellschaftskritik machten ihn schnell bekannt. Matthias Ponnier liest 45 Erzählungen aus dem Frühwerk des späteren...
Die frühen Erzählungen von Heinrich Böll wären andere gewesen, wenn er nicht mit Anfang zwanzig, zu Beginn seines Germanistikstudiums, zur Wehrmac...
»Alle glücklichen Familien ähneln einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre Weise unglücklich.« Dieser Anfangssatz aus »Anna Karenina« ist eines der bekanntesten Zitate von Tolstoi und lässt schon erahnen, dass die Ehe zwischen Mann und Frau eines seiner Lebensthemen war. In »Familienglück«, gelesen von Gustl Halenke, heiratet ein Gutsbesitzer die weitaus jüngere Mascha. Eine leidenschaftliche Liebe entwickelt sich. Doch als das Landleben Mascha zu langweilen beginnt, stürzt sie sich in die dekadente Welt des russischen Adels. Aber Mascha ist nicht wie Anna Karenina. Sie...
»Alle glücklichen Familien ähneln einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre Weise unglücklich.« Dieser Anfangssatz aus »Anna Karenina« ...