Kulturen sind keine monolithischen Blocke. Sie sind hybrid, setzen sich also aus Elementen verschiedenster Herkunft zusammen und bringen aus ihnen Neues hervor. Das DFG-Schwerpunktprogramm "Integration und Desintegration der Kulturen im europaischen Mittelalter" hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte Europas im Mittelalter vom permanenten Kontakt und Austausch her zu denken und die sich daraus ergebenden Prozesse kultureller Innovationen zu analysieren. Auf einer "International Spring School" im April 2008 prasentierte sich das Schwerpunktprogramm einer breiten wissenschaftlichen...
Kulturen sind keine monolithischen Blocke. Sie sind hybrid, setzen sich also aus Elementen verschiedenster Herkunft zusammen und bringen aus ihnen Neu...
Das spatmittelalterliche Mediterraneum war gepragt von komplexen Gesellschaften mit einem hohen Grad kultureller Heterogenitat. Menschen mit unterschiedlichen ethnischen, religiosen und linguistischen Hintergrunden lebten zum Teil schon seit Generationen, zum Teil erst kurzfristig mit- oder nebeneinander und kamen auf unterschiedlichen Ebenen miteinander in Kontakt. Die Erforschung dieser spatmittelalterlichen mediterranen "hotspots" kultureller Diversitat verspricht wichtige Erkenntnisse uber die Konstruktion von sozialen und kulturellen Identitaten und uber die integrativen und...
Das spatmittelalterliche Mediterraneum war gepragt von komplexen Gesellschaften mit einem hohen Grad kultureller Heterogenitat. Menschen mit unterschi...
Die erhohte Mobilitat im Hochmittelalter leistete einen Beitrag zur Europaisierung Skandinaviens. Der Autor geht der Frage nach, welchen aktiven Anteil die Skandinavier an diesem Integrationsprozess hatten. Dazu wahlt er einen prosopographischen Zugriff: Die Sammlung aller in nordeuropaischen und sonstigen Quellen uberlieferten Personen, die aus Skandinavien stammten und es mindestens ein Mal verlassen haben, ergibt einen Katalog von 855 Personen, 617 Reisen und 1152 Reiseteilnahmen. Die in den Quellen gefundenen Wege und Stationen der Reisenden werden abgeglichen mit einem ausfuhrlichen...
Die erhohte Mobilitat im Hochmittelalter leistete einen Beitrag zur Europaisierung Skandinaviens. Der Autor geht der Frage nach, welchen aktiven Antei...
Troja zahlt zu den bekanntesten Mythen Europas. Die Autorin hinterfragt exemplarisch und vergleichend den in der historischen Forschung als selbstverstandlich vorausgesetzten Zusammenhang zwischen Mythos und Identitatsstiftung bzw. Herrschaftslegitimation. Sie untersucht die Bedingungen fur den Wandel und das Fortleben des Troja-Mythos im Mittelalter auf der Grundlage moderner Mythos-Theorien. Durch diese theoretische Neuverortung kommt neben den Herkunfts- und Grundungserzahlungen auch das breite Spektrum anderweitiger Bezuge auf den Troja-Stoff in den Blick. In synchroner wie diachroner...
Troja zahlt zu den bekanntesten Mythen Europas. Die Autorin hinterfragt exemplarisch und vergleichend den in der historischen Forschung als selbstvers...
Die Alteinwohner Preuens, die Pruen, waren im 13. Jahrhundert zwar zum Christentum konvertiert, im 15. und 16. Jahrhundert wird aber noch von ihrem Heidentum berichtet. In Abgrenzung zum gangigen Interpretationsmuster, das eine Fortdauer der Altreligion im Geheimen sieht, entwickelt Michael Brauer einen Ansatz, der als Dialektik von Christianisierung und Entdeckung des 'Heidentums' bezeichnet werden kann: Erst als in den Reformbemuhungen des 15. Jahrhunderts die vertiefte Christlichkeit der ganzen Gesellschaft angestrebt wird, geraten auch die wenig assimilierten pruischen Bauern ins...
Die Alteinwohner Preuens, die Pruen, waren im 13. Jahrhundert zwar zum Christentum konvertiert, im 15. und 16. Jahrhundert wird aber noch von ihrem...
Durch die Christianisierung Skandinaviens veranderte Europa vom 9. bis zum 13. Jahrhundert sein Gesicht. Der aquilo blieb nicht mehr wie in der biblischen Tradition das kalte Jenseits, sondern ergriff seinen Platz im politischen und kulturellen Gefuge der europaischen Volker. Diese Integrationsleistung brachte auf beiden Seiten, der gebenden wie der nehmenden, neue Formen der Selbst- und Fremddeutung hervor. Das Buch vergleicht die unterschiedlichen Perspektiven in der lateinischen und volkssprachlichen Geschichtsschreibung des 11. bis 13. Jahrhunderts - sowohl in der Historiographie im Reich...
Durch die Christianisierung Skandinaviens veranderte Europa vom 9. bis zum 13. Jahrhundert sein Gesicht. Der aquilo blieb nicht mehr wie in der biblis...
Mit diesem Band prasentiert das Schwerpunktprogramm 1173 der Deutschen Forschungsgemeinschaft "Integration und Desintegration der Kulturen im europaischen Mittelalter" erste Ergebnisse seiner Arbeit. Von Anfang an war ihm die Aufgabe gestellt, das mittelalterliche Europa in transkultureller Perspektive und auf Wegen einer transdisziplinaren Wissenschaft zu erforschen und zu begreifen. Immer ging es darum, die disziplinar verfassten Einzelwissenschaften durch transdisziplinare Arbeit zu erganzen. Das wissenschaftliche Anliegen des Programms ist es, das europaische Mittelalter von seinen...
Mit diesem Band prasentiert das Schwerpunktprogramm 1173 der Deutschen Forschungsgemeinschaft "Integration und Desintegration der Kulturen im europais...
Das mittelalterliche Europa war keine christliche Einheitskultur, sondern gepragt von vielfaltigen Prozessen des Kontakts und der Abgrenzung zwischen Kulturen, bei denen die drei monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam eine herausragende Rolle spielten. Seit 2005 erforscht das DFG-Schwerpunktprogramm "Integration und Desintegration der Kulturen im europaischen Mittelalter" die Geschichte Europas als Geschichte kultureller Differenzen. Der Band dokumentiert die Dynamiken und Ertrage eines wissenschaftsorganisatorischen Experiments: Gegliedert in facherubergreifende...
Das mittelalterliche Europa war keine christliche Einheitskultur, sondern gepragt von vielfaltigen Prozessen des Kontakts und der Abgrenzung zwischen ...
"Die vorliegende Studie verdient hohe Anerkennung. Sie ist uberaus innovativ, obwohl sie in methodischer Hinsicht gewisse Zweifel weckt. Die Verfasserin offenbart eine tiefgehende Vertrautheit mit der aktuellen Forschung, was insbesondere das hagiographische Schrifttum und dessen Quellenkritik angeht (auch wenn dabei die neuesten Erkenntnisse der franzosischen Geschichtsschreibung nur ungenugend berucksichtigt werden). Die Verfasserin legt ferner erkenntnistheoretische Reife und Originalitat bei der Suche nach einer neuen Formel fur die Kritik und Interpretation mittelalterlicher Quellen an...
"Die vorliegende Studie verdient hohe Anerkennung. Sie ist uberaus innovativ, obwohl sie in methodischer Hinsicht gewisse Zweifel weckt. Die Verfasser...
Marc Blochs Pladoyer von 1927 fur eine vergleichende Geschichte des europaischen Mittelalters war zwar unter seinen Schulern und Enkelschulern nie ganz in Vergessenheit geraten. Doch offenkundig mute erst die westostliche Spaltung des Kontinents im Kalten Krieg uberwunden werden, damit neue, konzentrierte Anlaufe zur Realisierung des umsturzenden Geschichtskonzepts moglich wurden. Der Aufgabe, die interdisziplinare, transkulturelle und internationale Erforschung der mittelalterlichen Geschichte voranzutreiben, hat sich das "Institut fur vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter" (IVGEM)...
Marc Blochs Pladoyer von 1927 fur eine vergleichende Geschichte des europaischen Mittelalters war zwar unter seinen Schulern und Enkelschulern nie gan...