Innerhalb der Forschungen zum Verhaltnis von Emotionen und Literatur stellen die Stimmungen ein schwieriges Terrain dar. Ihr unbestimmter, abgrundiger Charakter beruhrt zwangslaufig die Frage nach den Grenzen des Denkens und Sprechens. Ausgehend von Heideggers Sein und Zeit und der semantikgeschichtlichen Rekonstruktion des antiken Stimmungsbegriffs durch den Romanisten Leo Spitzer, zeigt die Literaturwissenschaftlerin Angelika Jacobs, dass das alte Konzept der, Weltharmonie', das ihm zugrunde liegt, um 1800 nicht nur an Geltung verliert. Im Zuge der Verzeitlichung wird es umbesetzt und...
Innerhalb der Forschungen zum Verhaltnis von Emotionen und Literatur stellen die Stimmungen ein schwieriges Terrain dar. Ihr unbestimmter, abgrundiger...