Die Tagebücher des Schriftstellers und Philosophen Günther Anders (1902 1992) zählen zu den bedeutendsten literarischen Journalen des 20. Jahrhunderts. Seine zahlreichen, Jahrzehnte übergreifenden Notizen, von ihm selbst nie zu einem geschlossenen Werk zusammengestellt, sondern bruchstückhaft in verschiedenen seiner Bücher zitiert (so auch in seinem Hauptwerk Die Antiquiertheit des Menschen): Hier werden sie nun erstmals in exemplarischer Auswahl chronologisch angeordnet und zusammengestellt. Anders, der eigene schriftstellerische Projekte zeitlebens zurückstellte und als Warner vor...
Die Tagebücher des Schriftstellers und Philosophen Günther Anders (1902 1992) zählen zu den bedeutendsten literarischen Journalen des 20. Jahrhunde...
"Näher besehen, schließt die Geschichte von der Walfischin Mariechen, die ziellos, ortlos und hoffnungslos kontingent durch die Beringsee schwimmt, an Anders' metaphysische 'Ketzereien' über den 'Kontingenzschock' an. Allerdings muß sich der Leser philosophisch nicht allzusehr mühen. Anders ist es ganz im Gegenteil geglückt, das Schwere so leicht zu machen, daß er mühelos auch liebgewordene Vorurteile über angeblich altgewordene literarische Gattungen antiquiert. Die Tradition der Lehrdichtung verbindet sich mit der erotischen Idylle. Und das Ganze ist von einem wunderbaren Humor...
"Näher besehen, schließt die Geschichte von der Walfischin Mariechen, die ziellos, ortlos und hoffnungslos kontingent durch die Beringsee schwimmt, ...
"Kennzeichnend für uns ist nicht, dass unser Leben durch ein (unentrinnbares) Intermezzo eine Unterbrechung erfahren hat, sondern dass die Zerfällung unseres Lebens in mehrere Leben endgültig geworden ist; und das heißt, dass das zweite Leben im Winkel vom ersten absteht, und das dritte wieder vom zweiten, dass jedesmal eine "Wegbiegung" stattgefunden hat, eine Knickung, die den Rückblick - beinahe hätte ich geschrieben: physisch - unmöglich macht." Günther Anders
Jede Emigration ist ein fundamentaler Bruch im...
EINE HOCHAKTUELLE WIEDERENTDECKUNG
"Kennzeichnend für uns ist nicht, dass unser Leben durch ein (unentrinnbares) Intermezzo eine Unte...
«Womit es beginnt? Regelmäßig mit einem Bilde, das zwar verrät, dass es etwas bedeutet - nie dagegen, was es bedeutet. Aus diesem Grunde, weil keines mir sein Geheimnis verrät, mache ich mich ans Deuten und Übersetzen. Also wohlgemerkt nicht daran, eine Einsicht in ein Bild zu übersetzen, sondern daran, ein Bild in eine Einsicht zu übersetzen.» - Günther Anders
Der Blick vom Turm versammelt eine Reihe von geheimnisvollen Sprachbildern, philosophischen Fabeln und kleinen Erzählungen, die über einen Zeitraum von...
PHILOSOPHISCHE FABELN VON GÜNTHER ANDERS
«Womit es beginnt? Regelmäßig mit einem Bilde, das zwar verrät, dass es etwas bedeutet -...