Was geschieht, wenn Erzählen zur Heimsuchung wird? Jutta Fortin zeigt, wie sich das Verdrängte in Rhythmus, Syntax und Bild einschreibt und im literarischen Text fortwirkt. Ausgehend von André Greens Konzept der "toten Mutter" entwickelt sie ein Lektüremodell, das eine neue Poetik des Verlusts entfaltet. Das Phantomatische erweist sich dabei als ästhetischer und ethischer Modus, in dem sich private und kollektive Traumata verbinden - von der familiären Leerstelle bis zur Nachwirkung der Shoah. Von Camille Laurens über Alain Fleischer und Yves Ravey bis zu Erri De Luca verdeutlicht...
Was geschieht, wenn Erzählen zur Heimsuchung wird? Jutta Fortin zeigt, wie sich das Verdrängte in Rhythmus, Syntax und Bild einschreibt und im liter...