Die öffentliche Wahrnehmung unseres Schulsystems ist von so massiver Kritik geprägt, dass die Legitimation unserer Schulpflicht zu erodieren droht. 1964 stellte Georg Picht fest, dass wir pro Altersjahrgang eine zu geringe Quote an Abiturienten haben - für ihn eine quantitative Bildungskatastrophe. Zur Sicherung des globalen Wettbewerbsfähigkeit müsse diese Quote erhöht werden, ohne Absenken der Schülerleistungen. In den Folgejahren wurde die Abiturientenquoten pro Jahrgang zwar gesteigert, leider aber auf Kosten der Schülerleistungen. Deshalb geht es heute um eine noch schlimmer...
Die öffentliche Wahrnehmung unseres Schulsystems ist von so massiver Kritik geprägt, dass die Legitimation unserer Schulpflicht zu erodieren droht. ...
Der junge Mensch verliert durch die Schulpflicht zwar seine natürliche Freiheit, aber nicht seine Würde und seine unveräußerlichen Rechte. Die Schule verspricht ihm im Gegenzug für diesen Verlust an Freiheit eine Art Wiedergutmachung: Unter Wahrung und Achtung seiner Würde und Freiheit wird er durch die Vermittlung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten im Unterricht so sehr unterstützt und gefördert, dass er ein glückliches, selbstbestimmtes und sozial verantwortliches Leben in Staat und Gesellschaft führen kann. Dafür brauchen wir eine menschenwürdige Schule, die jedem...
Der junge Mensch verliert durch die Schulpflicht zwar seine natürliche Freiheit, aber nicht seine Würde und seine unveräußerlichen Rechte. Die Sch...