Laufen ist wild, wenn man nicht versucht, es durch Nutzbarmachung zu zähmen. Laufen ist poetisch, wenn man aufhört, die eigenen Schritte zu zählen.Das Ich läuft, auf trubeligen Straßen, an Cafés vorbei, über Stadtrandwiesen und entlang endloser Kanäle, in tiefe, stille Wälder, auf schneebedeckte Vulkane und in grelle Wüsten. Es läuft zum verschwindenden Meer Beiruts, durch das häuserwändige Flussbett Athens und auf nächtlichen Fährfahrten rückwärts gegen den Wind. Läuft mit List und Güte, über den roten Sand Kenias, torkelnd zwischen Fjorden und in die Flucht geschlagen...
Laufen ist wild, wenn man nicht versucht, es durch Nutzbarmachung zu zähmen. Laufen ist poetisch, wenn man aufhört, die eigenen Schritte zu zählen....