Bei seinem Erscheinen 1960 erregte der Roman Halbzeit die Gemüter. Ungewohnt war die Vielfalt des dargestellten Geschehens: das Familienleben, der berufliche Aufstieg, die erotischen Abenteuer des alternden, ewig redenden und dabei ewig mißmutigen fünfunddreißigjährigen Vertreters Anselm Kristlein; ungewohnt war die Genauigkeit, mit der Martin Walser gesellschaftliche Haltungen und Praktiken entlarvte: den Zwang der Reklame und des Konsumstrebens, die politischen und sozialen Verfestigungen; und ungewohnt war die ganz aus dem leidenden Bewußtsein des Vertreters Kristlein entstandene...
Bei seinem Erscheinen 1960 erregte der Roman Halbzeit die Gemüter. Ungewohnt war die Vielfalt des dargestellten Geschehens: das Familienleben, der be...
1998 veröffentlichte Martin Walser den lange von ihm erwarteten autobiografischen Roman. Aus der Sicht von Johann, seines Alter Ego, erzählt Walser von seiner Kindheit und Jugend zwischen 1932 und 1945, von seinem freiwilligen Einsatz an der Front wie auch von seiner Heimkehr nach Kriegsende, der Liebe zu einem Zirkusmädchen und von seinem wachsenden Interesse an der Literatur. Doch »Ein springender Brunnen«, gelesen vom Autor selbst, ist mehr als ein Porträt seines jüngeren Ichs. Es ist eine lebensechte Beschreibung von Walsers Heimat am Bodensee, ein anrührender Liebesroman und ein...
1998 veröffentlichte Martin Walser den lange von ihm erwarteten autobiografischen Roman. Aus der Sicht von Johann, seines Alter Ego, erzählt Walser ...