Die Vorstellung von einer Wissensprasupposition literarischen Verstehens, also die Annahme, dass ein textseitig begrundbares Verstandnis immer auch textspezifische Wissensbestande erfordert, gehort zur Alltagserfahrung bei der Vermittlung von Literatur. Literarisches Verstehen gelingt dann am besten, wenn Lernende uber bestimmte Wissensbestande verfugen und dieses Wissen auf eine bestimmte Weise einsetzen konnen; bemerkenswert ist daher, dass die prominenten literaturdidaktischen Konzepte der letzten beiden Dekaden die Verbindung von Wissen und literarischem Lernen vielfach ausgeblendet...
Die Vorstellung von einer Wissensprasupposition literarischen Verstehens, also die Annahme, dass ein textseitig begrundbares Verstandnis immer auch...