Die Formel von dem Strafgesetzbuch als der -magna charta des Verbrechers- ist als Erbe des wissenschaftlichen und kriminalpolitischen Wirkens Franz von Liszts in die Strafrechtsgeschichte eingegangen. Sie wird uberwiegend als Beweis fur das unbedingte Festhalten Liszts an den liberal-rechtsstaatlichen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts interpretiert. Ein wissenschaftsgeschichtlicher Vergleich der Magna-charta-Formel Liszts mit dem von Feuerbach begrundeten Gesetzlichkeitsprinzip zeigt indes, dass Liszt die Worte, aber nicht den Inhalt der Feuerbach'schen Gesetzlichkeit ubernommen hat. War...
Die Formel von dem Strafgesetzbuch als der -magna charta des Verbrechers- ist als Erbe des wissenschaftlichen und kriminalpolitischen Wirkens Franz vo...