Nach Homo sacer und Was von Auschwitz bleibt - Teil 1 und Teil 3 von Giorgio Agambens vieldiskutiertem Homo-sacer-Projekt - folgt nun mit Ausnahmezustand der in sich geschlossene erste Band des zweiten Teiles.Der Ausnahmezustand, d. h. jene Suspendierung des Rechtssystems, die wir als Provisorium zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Krisensituationen zu betrachten gewohnt sind, wird vor unseren Augen zu einem gngigen Muster staatlicher Praxis, das in steigendem Mae die Politik bestimmt. Agambens neuestes Buch ist der erste Versuch einer bndigen Geschichte und zugleich Fundamentalanalyse des...
Nach Homo sacer und Was von Auschwitz bleibt - Teil 1 und Teil 3 von Giorgio Agambens vieldiskutiertem Homo-sacer-Projekt - folgt nun mit Ausnahmezust...
In diesem dichten, aus Einzelbetrachtungen aufgebauten Essay fährt Giorgio Agamben in seiner Befragung des Lebensbegriffs, wie sie zuletzt in Homo sacer und Was von Auschwitz bleibt stattgefunden hat, fort: Im Dialog u. a. mit Georges Bataille, Carl von Linné, Ernst Haeckel, Jakob von Uexküll und vor allem mit Martin Heidegger verortet Agamben die Grenze zwischen Tier und Mensch im Menschen selbst. Erst wenn der Mensch seine Tierheit suspendiert, öffnet sich ihm die Welt. Das Verhältnis des Menschen zur Tierheit und der Menschheit zum Tier wird so zum "entscheidenden politischen...
In diesem dichten, aus Einzelbetrachtungen aufgebauten Essay fährt Giorgio Agamben in seiner Befragung des Lebensbegriffs, wie sie zuletzt in Homo sa...
Dem Eid kommt als "Sakrament der Macht" in der Geschichte der abendländischen Politik und Religion eine grundlegende Rolle zu. Dennoch fehlt ungeachtet zahlreicher linguistischer, anthropologischer und historischer Studien ein all diese Aspekte umfassender Versuch, den systematisch-strategischen Ort zu bestimmen, den die Institution des Eides am Schnittpunkt von Recht, Religion und Politik einnimmt. Hier setzt Giorgio Agamben mit seiner "Archäologie des Eides" an und trifft mitten ins Zentrum der Existenz des Menschen als sprechendes sowie als politisches Tier.§Im Rückgriff auf...
Dem Eid kommt als "Sakrament der Macht" in der Geschichte der abendländischen Politik und Religion eine grundlegende Rolle zu. Dennoch fehlt ungeacht...
In den späten sechziger Jahren nahm Giorgio Agamben an Martin Heideggers Seminaren im südfranzösischen Le Thor teil. Damals entstand auch sein erstes Buch L uomo senza contenuto, das 1970 erstmals erschien. Selbstbewußt und radikal stürzt er sich auf klassische Positionen der Ästhetik, er konfrontiert Platon, Kant und Hegel mit Künstlern und Autoren der Klassischen Moderne. In einer Zeit, in der die Kunst nicht länger die Funktion hat, das Wesen der Wirklichkeit zur Erscheinung zu bringen, wird sie zu einer selbstzerstörerischen Kraft, der Künstler, so Agamben, zu einem "Menschen...
In den späten sechziger Jahren nahm Giorgio Agamben an Martin Heideggers Seminaren im südfranzösischen Le Thor teil. Damals entstand auch sein erst...
Obgleich die abendlndische Philosophie seit jeher den Menschen als sowohl sprechendes wie sterbliches Wesen bestimmt, ist nach Heidegger das Wesensverhltnis zwischen Tod und Sprache noch ungedacht. In diesem frhen philosophischen Werk dokumentiert Giorgio Agamben den Lektreverlauf eines Seminars, das ebendieses Wesensverhltnis u denken versuchte: acht Tage (und sieben Exkurse) intensiver Auseinandersetzung mit Hegel und Heidegger, Benveniste und Jakobson, Aimeric de Peguilhan und Leopardi, Leonardo und Aristoteles, die immer wieder auf jene andere Stimme stt, in der die bedeutungslosen,...
Obgleich die abendlndische Philosophie seit jeher den Menschen als sowohl sprechendes wie sterbliches Wesen bestimmt, ist nach Heidegger das Wesensver...
Wenn es zutrifft, da jedes Werk aus der Vergangenheit nur in bestimmten Momenten seiner Geschichte zu seiner ganzen Lesbarkeit gelangt, so scheint fr die Briefe des Paulus die Zeit jetzt gekommen. Giorgio Agamben gibt ihnen jenen messianischen Stellenwert zurck, der allein die Perspektive einer nunmehr zweitausendjhrigen Deutungstradition neu ausrichten kann: Paulus grndet keine universelle Religion, indem er eine neue Identitt und eine neue Berufung ankndigt, sondern er widerruft jede Identitt und jede Berufung; er schafft das alte Gesetz nicht ab, sondern ffnet es zu einem Gebrauch, der...
Wenn es zutrifft, da jedes Werk aus der Vergangenheit nur in bestimmten Momenten seiner Geschichte zu seiner ganzen Lesbarkeit gelangt, so scheint fr ...
Die genealogische Erforschung der Macht, die Giorgio Agamben 1995 mit Homo sacer begonnen hat, nimmt mit diesem Buch eine entscheidende Wendung: Warum hat in der westlichen Welt die Macht die Form der Ökonomie angenommen? Und: Weshalb bedarf sie der Herrlichkeit, also jenes liturgisch-zeremoniellen Aufwands, der seit jeher um sie betrieben wird?§Um den Monotheismus mit den "drei Personen" zu vereinbaren, entwarfen die Kirchenväter die Trinitätslehre als "Ökonomie" des göttlichen Lebens: als eine Frage der Führung und Verwaltung sowohl des himmlischen als auch des irdischen "Hauses"...
Die genealogische Erforschung der Macht, die Giorgio Agamben 1995 mit Homo sacer begonnen hat, nimmt mit diesem Buch eine entscheidende Wendung: Warum...
Agambens Buch stellt den Begriff der Souvernitt als Schlsselbegriff fr das Verstndnis von Politik in der abendlndischen Geschichte dar. Auch ohne philosophische Ausbildung erschliet sich das in einer klaren, konzisen, konzentrierten Prosa verfasste Buch dem Leser leicht.
Agambens Buch stellt den Begriff der Souvernitt als Schlsselbegriff fr das Verstndnis von Politik in der abendlndischen Geschichte dar. Auch ohne phil...
Agamben, Giorgio Giuriato, Davide Härle, Clemens-Carl
Ist der moderne Mensch noch zur Erfahrung fähig? Der titelgebende Essay geht von dieser Frage aus und gibt den thematischen Rahmen der Sammlung vor, der mit Motiven gefüllt wird, die, vordergründig gesehen, heterogener nicht sein könnten: die in unserer Kultur untergründige Komplizenschaft von Rationalität und Irrationalität; die Abspaltung der Begierde vom Mangel und das Auftauchen des Unbewußten; die Verlagerung des Abenteuerlichen vom Alltäglichen ins Außerordentliche; die Geburt des Ich und der Anspruch der modernen Dichtung auf das Unerfahrbare. §Zusammengeführt werden all...
Ist der moderne Mensch noch zur Erfahrung fähig? Der titelgebende Essay geht von dieser Frage aus und gibt den thematischen Rahmen der Sammlung vor, ...
In zehn teils aphoristischen, teils erzhlerischen Texten lotet Giorgio Agamben den Raum des Menschlichen aus: in seiner Beziehung zu Erinnerung und Spiel, zur Religion, zur Sehnsucht nach dem nicht Erinnerbaren, nach dem, was wir als unser Genie, unsere Autorschaft, unser Ich empfinden. In keiner anderen Form als der des Unerhrten, immer Flchtigen ist es zu fassen, als Bild, als Einbildung. Worin aber besteht dann die Aufgabe des Menschen? In der Profanierung der metaphysischen Residuen unserer sogenannten Individualitt. Das ist nach Agamben streng von einer Skularisierung zu unterscheiden,...
In zehn teils aphoristischen, teils erzhlerischen Texten lotet Giorgio Agamben den Raum des Menschlichen aus: in seiner Beziehung zu Erinnerung und Sp...