Der Jesuit Petrus Canisius (1521-1597) hat das Schicksal einer historischen Jubiläumsberühmtheit: Er ist aus dem durchschnittlichen Geschichtsbewusstsein im Wesentlichen verschwunden; nur zu besonderen Anlässen wird er vor den Vorhang geholt. Dass das für die Forschung nicht das Schlechteste sein muss, hat sich schon im Um- und Vorfeld seiner Seligsprechung 1864 und seiner Heiligsprechung 1925 gezeigt, als eine intensive Dokumentierung seines Lebens und Wirkens eingesetzt hat, die allen hagiographischen Anklängen zum Trotz eine tragfähige Grundlage für die historisch-kritische...
Der Jesuit Petrus Canisius (1521-1597) hat das Schicksal einer historischen Jubiläumsberühmtheit: Er ist aus dem durchschnittlichen Geschichtsbewuss...
Die Einführung der Reformation im Quedlinburger Reichsstift wird in dieser Arbeit in einem umfassenden Sinne auf der Makro-, Meso- und Mikroebene untersucht. Dabei wird das komplexe Zusammenspiel der Fürstäbtissin mit dem Kaiser, dem Reich und seinen Institutionen, anderen Reichsständen, dem Schutzvogt, dem Quedlinburger Rat, den Geistlichen und den Untertanen betrachtet. Die Reformation "von unten" durch die Untertanen wird mit den Reformationen "von oben" durch die Fürstäbtissin und ihren Schutzvogt in einer neuen, multiperspektivischen Weise kombiniert. Ein besonderer Fokus liegt auf...
Die Einführung der Reformation im Quedlinburger Reichsstift wird in dieser Arbeit in einem umfassenden Sinne auf der Makro-, Meso- und Mikroebene unt...