Zacharias Konrad von Uffenbach (1683-1734) – Patrizier und Bürgermeister in Frankfurt – zählte zu den herausragenden Sammlern und gelehrten Netzwerkern seiner Zeit. Im Laufe seines Lebens erwarb er rund 40.000 Bücher und Handschriften, von denen sich viele heute noch lokalisieren lassen. Ungeachtet der Bekanntheit seines Namens und des außergewöhnlichen Umfangs seiner Sammlung, sind weder der Bestand an sich – Kerne davon befinden sich v.a. in Hamburg, Frankfurt, Gießen und München – noch Uffenbach als Büchersammler und Polyhistor wirklich erforscht. Die Beiträge des Bandes...
Zacharias Konrad von Uffenbach (1683-1734) – Patrizier und Bürgermeister in Frankfurt – zählte zu den herausragenden Sammlern und gelehrten Netz...
Der in Luxemburg geborene Gelehrte Johann Friedrich Schannat (1683-1739) zählte zu den bedeutendsten katholischen Historikern seiner Generation, die im Schatten einer aufgeklärten Geschichtsschreibung bisher nur wenig Beachtung erhielt. Dieser Band untersucht auf Basis seiner Korrespondenz die Vielfalt der Praktiken, die die historisch-kritische Gelehrsamkeit im frühen 18. Jahrhundert charakterisierte. Die Briefe geben Einblick in die Wissenserzeugung des Gelehrten und zeigen eindrücklich, welch zentrale Rolle dabei seinem Netzwerk zukam. Der Aufbau und Erhalt von Kontakten, aber ebenso...
Der in Luxemburg geborene Gelehrte Johann Friedrich Schannat (1683-1739) zählte zu den bedeutendsten katholischen Historikern seiner Generation, die ...
Genealogisches Wissen war in der Vormoderne eine wichtige Ressource. Adlige und bürgerliche Akteur:innen benötigten es im Ringen um Rang und Ämter, Gelehrte nutzten es für die Geschichtsschreibung. Zahlreiche Zeitgenossen bemühten sich, dieses Wissen zu gewinnen, zu präsentieren oder zurückzuweisen. Der Band untersucht den Umgang diverser Akteursgruppen mit genealogischem Wissen und fragt nach dessen Konstruktion, Darstellung und Rezeption.
Mit Blick auf die genealogischen Wissenskonstruktionen rücken die Kenntnisse und Absichten der Akteure in den Blick: Woher bezogen...
Genealogisches Wissen war in der Vormoderne eine wichtige Ressource. Adlige und bürgerliche Akteur:innen benötigten es im Ringen um Rang und Äm...
Ende des 17. Jahrhunderts erhielten volkssprachige Texte des Mittelalters im Heiligen Römischen Reich eine bislang unerreichte Aufmerksamkeit. Gelehrte wie Johann Schilter (1632-1705) sammelten und edierten das älteste deutsche Schriftgut aus einer neuen integrativen und polyhistorisch ausgerichteten Perspektive, die sich für juristische, historiographische und sakrale Texte zugleich interessierte. Am Beispiel der Editionen Schilters untersucht die vorliegende Studie diese Umbruchszeit einer frühneuzeitlichen Germanistik, die deutschrechtliche Studien, Mittelalterhistoriographie und...
Ende des 17. Jahrhunderts erhielten volkssprachige Texte des Mittelalters im Heiligen Römischen Reich eine bislang unerreichte Aufmerksamkeit. Ge...