"In ihrer sehr lesenswerten und unter erfreulich umfangreicher Auswertung von Gerichtsakten des 19. Jahrhunderts angefertigten Regionalstudie zum lippischen Judenrecht untersucht Niedermeier am Beispiel des Landes Lippe grundlegende Fragen der deutsch-jüdischen Rechtsgeschichte, in einer Weise, welche die Arbeit auch für die deutsch-jüdische Sozial- und Wirtschaftsgeschichte zu einem Gewinn macht." (Arne Duncker, Zeitschrift der Savignystiftung für Rechtsgeschichte)
Aus dem Inhalt : Rechtliche Stellung der Juden in Lippe von 1648 bis zur 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts - Judenemanzipation und antijüdische Strömungen - Emanzipationsbestrebungen der lippischen Regierung - Die Entwicklung des lippischen Judenrechts bis zur Gleichstellung 1869 - Juden vor den lippischen Obergerichten im 19. Jahrhundert - Zuständigkeit der staatlichen Gerichte - Anwendbares Recht - Zeugnisfähigkeit - Warenhandel - Kredithandel - Beweisrecht (Judeneid) - Konkurrierende Zuständigkeit.
Die Autorin: Ursula Niedermeier, geboren 1969, studierte nach einem Aufbaustudium in Angers ab 1989 Rechtswissenschaften an den Universitäten Heidelberg und Genf. Nach dem Ersten juristischen Staatsexamen 1994 absolvierte sie einen LL.M.-Studiengang an der University of Illinois (USA). 1996 erfolgte die Zulassung zur New Yorker Anwaltskammer (Attorney at Law). 1999 legte die Autorin ihr Zweites juristisches Staatsexamen ab, 2001 erfolgte die Promotion. Sie ist im Bundesdienst tätig.