ISBN-13: 9783565200108 / Niemiecki / Miękka / 132 str.
"Der Politische Wald - Warum die Deutschen ihre Bäume so obsessiv lieben" geht dem nationalen Mythos auf den Grund. Für andere Nationen ist der Wald eine Ressource oder Wildnis; für die Deutschen ist er ein Heiligtum. Das Buch verfolgt diese Obsession zurück bis zum römischen Historiker Tacitus, der die Germanen als unbesiegbare Waldmenschen beschrieb.Der Kulturwissenschaftler Tobias Forst analysiert, wie der Wald in der Romantik zum Gegenentwurf der französischen Zivilisation stilisiert wurde. Er zeigt, wie später die Nazis den "ewigen deutschen Wald" für ihre Blut-und-Boden-Ideologie missbrauchten und wie die Waldsterben-Debatte der 1980er Jahre diese uralte Angst vor dem Verlust der nationalen Identität reaktivierte."Der Politische Wald" erklärt, warum Spaziergänge in Deutschland fast religiösen Charakter haben und warum der Borkenkäfer hierzulande als Staatsfeind gilt. Es ist eine Biografie einer Landschaft, die immer mehr war als nur eine Ansammlung von Bäumen: Sie war und ist der grüne Spiegel der deutschen Seele.
Entdecken Sie, warum der Wald für die Deutschen kein Holzlieferant ist, sondern eine nationale Religion, die bis zu den Römern zurückreicht.