ISBN-13: 9783640565023 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 52 str.
ISBN-13: 9783640565023 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 52 str.
Examensarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Deutsch - Padagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1,0, Sprache: Deutsch, Abstract: "Erzahle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere, lass es mich tun und ich verstehe." (Konfuzius) Seit gut zwanzig Jahren gehort der Begriff der Identitatsfindung zu den wichtigsten Leitbegriffen der Deutschdidaktik. Den Heranwachsenden sollen Hilfen gegeben werden, sich ihrer selbst bewusst und gewiss zu werden und so eine selbstverantwortete Lebensorientierung zu finden (vgl. Spinner 2008, S. 97). Im Literaturunterricht fuhrte dieses Anliegen dazu, dass die personlichen Verstehensweisen ernster genommen und immer haufiger zum Ausgangspunkt fur Interpretationsgesprache wurden. Die Ubertragung auf die eigene Lebenssituation gehorte zur Methode. Mit dem Aufkommen der produktiven Verfahren in den 80erJahren kam das eigene literarische Schreiben der Schuler und Schulerinnen1 hinzu (vgl. Spinner 2008, S.98). "Im Produzieren sollen sie Gelegenheit erhalten, der Bedeutung, die ein Text fur sie selbst hat, Ausdruck zu geben" (Spinner 2008, S.98). Ansto fur die Entwicklung des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts war die Beobachtung, dass ein passiver Unterricht vielen Schulern nicht gerecht wird. Es muss allen Kindern Gelegenheit gegeben werde, die eigenen Interessen, Phantasien und Emotionen einzubringen. Gerhard Haas weist darauf hin, dass ein nur interpretierender und analytischer Unterricht vielen Schulern die Lust am Lesen nehmen kann. Reine Interpretationsgesprache bergen die Gefahr, die Mehrheit der Schuler von aktiver Teilnahme auszuschlieen.