ISBN-13: 9783656850472 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 20 str.
Essay aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft, Note: 2.0, Technische Universitat Chemnitz, Veranstaltung: Mikrosoziologie, Grundzuge der Soziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn uns ein unbekannter Gast auf einer Party vorgestellt wird, dann erfahren wir meist etwas uber Name, Alter, Beruf, Familienstand und eventuell noch uber die Hobbys des Fremden. Dann haben wir das Gefuhl, er ware uns doch nicht mehr so fremd. Wie kommt das? Es gibt viele Menschen, die gleiche Merkmale in Beruf, Alter und so weiter aufweisen. Trotzdem glauben wir einen Fremden aufgrund weniger Aussagen, wenn auch nur fluchtig, zu kennen. Sind das nur vorschnelle Bilder, die wir uns zusammen reimen oder kann man wirklich einen Fremden anhand weniger Aussagen grob charakterisieren? Wenn das der Fall ist, woher hat dann ein Mensch diese Fahigkeit? Man konnte meinen, derartige Einschatzungen waren oberflachlich und wurden das einzigartige Individuum vernachlassigen. Aber sind es nicht gerade diese Vereinfachungen, die uns das Leben im Alltag uberhaupt ermoglichen? Indem wir ein bestimmtes System in die vielen Menschen bringen, die uns jeden Tag begegnen, erl eichtern wir uns das Zusammenleben. Ich habe mich als Kind immer gefragt, warum der Clown standig so groe Schuhe tragt. Ich meine damit nicht den Clown, sondern generell alle Clowns. Ich habe in meinem Leben so viele verschiedene Clowns gesehen: Die einen waren gro, die anderen klein, die nachsten waren dick, andere wiederum sehr schlank. Aber eins hatten sie alle gemeinsam: Sie trugen immer riesige Schuhe. Ist diese Art der Kleidung gewollt und konnen wir sie somit als "typisches Merkmal eines Clowns" bezeichnen? Oder war das nur Zufall, denn fur mich als einzelne ist es wohl kaum moglich, alle Clowns der Welt zu sehen zu bekommen? Diesen und ahnlichen Fragen mochte ich nun in meiner Arbeit zur Rollentheorie nachgehen.