ISBN-13: 9783836680684 / Angielski / Miękka / 2009 / 72 str.
Es gibt wenige wirtschaftspolitische Manahmen, die derart haufig und kontrovers in Politik und Wissenschaft diskutiert werden wie Mindestlohne. Aus Sicht der Befurworter garantieren staatliche Lohnuntergrenzen eine faire Bezahlung und verringern auf diese Weise Armut. Die Kritiker von Mindestlohnen sehen dagegen eine Verscharfung sozialer Probleme durch steigende Arbeitslosigkeit als Folge gesetzlicher Eingriffe in das Lohnsystem einer Marktwirtschaft. Die vorliegende Studie vermittelt dem Leser zunachst einen generellen Einblick in das Thema "Mindestlohn" und prasentiert die allgemeinen Vor- und Nachteile gesetzlicher Lohnuntergrenzen. Darauf aufbauend werden verschiedene okonometrische Methoden dargestellt, mit denen Okonomen versuchen, die Effekte von Mindestlohnen auf Beschaftigung, Armut oder beispielsweise Inflation zu messen. Dazu zahlen neben rein deskriptiven Ansatzen auch zum Beispiel die Difference-in-Difference Methode. Mit diesem theoretischen und okonometrischen Wissen ausgestattet findet der Leser im dritten Teil des Buches eine ausfuhrliche Analyse der Effekte einer aggressiven Mindestlohnpolitik in Argentinien. Im untersuchten Zeitraum von 2003 bis 2006 wurde die gesetzliche Lohnuntergrenze in Argentinien von 200 auf 1.240 Pesos erhoht. Der Autor untersucht, welche Auswirkungen diese drastische Erhohung auf die Armutsproblematik in Argentinien hatte. Vor dem Hintergrund, dass auch in Deutschland Mindestlohne ein regelmaiges Diskussionsthema sind, liefert das vorliegende Buch dem Leser einen sehr guten Einblick in die wissenschaftliche Analyse staatlicher Lohnuntergrenzen.