ISBN-13: 9783899494297 / Angielski / Twarda / 2007 / 275 str.
Mit dem Inkrafttreten der EuInsVO am 31. Mai 2002 haben die europaischen Mitgliedstaaten erstmals eine verbindliche Vorgabe fur die Koordination und Gestaltung grenzuberschreitender Insolvenzverfahren erhalten. Es besteht nunmehr eine gemeinsame Basis zur Beantwortung der drei klassischen Fragen des Internationalen Insolvenzrechts: die Bestimmung der internationalen Zustandigkeit, die Abgrenzung der raumlichen Wirkungserstreckung eines im Inland eroffneten Insolvenzverfahrens und die Voraussetzungen fur die Anerkennung der Wirkungen eines im Ausland eroffneten Insolvenzverfahrens im Inland. Gleichwohl besteht in wesentlichen Punkten noch eine Diskrepanz zwischen den Anforderungen der europaischen Insolvenzrealitat und dem Regelungskonzept der EuInsVO. Die vorliegende Untersuchung stellt dar, welche Probleme konkret die Sanierung europaweit operierender Unternehmen und Konzerne in der Insolvenz in der Praxis bereitet, und widmet sich der Frage, ob diese Probleme wenn nicht allein durch die Praxis, so durch die nationalen Gesetzgeber im Sinne einer Fortbildung der durch die EuInsVO angestoenen Entwicklung eines "europaischen Insolvenzrechts" im Wege der Konvergenz gelost werden konnen. Nur durch Vergleich unterschiedlicher europaischer Rechtsordnungen lasst sich die Existenz oder die Moglichkeit derartiger Konvergenzbewegungen feststellen. Die Insolvenzrechtssysteme Deutschlands, Osterreichs, Englands und Spaniens mit ihren jeweils unterschiedlichen Hintergrunden werden fur diesen Vergleich herangezogen. Schlielich wird dargelegt, in welcher Weise die EuInsVO und die nationalen Rechte nachreguliert werden sollten, um den Insolvenzpraktikern geeignete Instrumente und Mechanismen fur die Bewaltigung grenzuberschreitender Unternehmensinsolvenzen an die Hand zu geben.