ISBN-13: 9783838678894 / Niemiecki / Miękka / 2004 / 264 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Padagogik - Familienerziehung, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universitat Kiel (Padagogik), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe: Einleitung: Wer denkt, das Thema Gewalt gegen Kinder sei nur ein aktuelles, der tauscht sich. Denn es existiert schon so lange, wie es auch die Menschheit gibt. Der Historiker Philippe Aries und der Psychoanalytiker Lloyd deMause bestatigen dies in ihren Schilderungen von der Geschichte der Kindheit. Sie beschreiben einen langsamen Prozess, in dessen Verlauf sich die Erwachsenen fur die Andersartigkeit und Besonderheit der Kinder sensibilisierten. Philippe Aries beschreibt in seinem Buch Geschichte der Kindheit eine gewisse Gleichgultigkeit der Erwachsenen gegenuber ihren Kindern, die er darin begrundet sieht, dass sie eine direkte und unumgangliche Folge der Demographie dieser Epoche war. Zu hoch war die Sauglingssterberate, um eine Bindung im Sinne von John Bowlby zu seinem Kind aufzubauen. Ausserungen wie: Ich habe zwei oder drei Kinder im Sauglingsalter verloren, nicht ohne Bedauern, aber doch ohne Verdruss (Aries, 2000), spiegeln dies wieder. Noch lange blieb die Einstellung in den Kopfen der Menschen verankert, mehrere Kinder zu zeugen, um wenigstens Eines am Leben erhalten zu konnen. Der Begriff Bindung ist im Hinblick auf den oben beschriebenen geschichtlichen Kontext noch relativ jung. Gepragt wurde er durch den englischen Kinderpsychiater und Psychoanalytiker John Bowlby Ende der 50er Jahre. Die dazugehorige Bindungstheorie hat er zusammen mit Mary Ainsworth entwickelt, wobei John Bowlby selbst die wesentlichen Grundzuge dieser Theorie durch Einbeziehung von Begriffen aus der Ethologie, Kybernetik und Psychoanalyse formulierte. Im Zentrum der Bindungstheorie steht die Bindung zwischen Mutter und Kind, wobei davon ausgegangen wird, dass der menschliche Saugling die angeborene Neigung hat, die Nahe einer vertrauten Person zu suchen. Die Bindungstheorie beschaftigt sich deme