ISBN-13: 9783668061095 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 62 str.
ISBN-13: 9783668061095 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 62 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universitat Osnabruck, Veranstaltung: Literatur in der DDR, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Bachelorarbeit werden zwei Fragen bearbeitet: Wie aussert sich Christa Wolfs Kultur- und Literaturkritik, also das von Wolf schon oben formulierte unheimliche Wirken von Entfremdungserscheinungen" formal und inhaltlich in ihrem Kassandraprojekt, und wird schon ein Losungsansatz in dem Werk verankert? Im ersten Kapitel wird dazu der Begriff Mythos erklart. Darauf folgend wird speziell die Entstehung des Mythos um den Trojanischen Krieg und die Bearbeitung des Mythos durch Homer und Aischylos, auf die Christa Wolf rekurriert, beschrieben. Ausserdem soll die Frage beantwortet werden, warum eine in der DDR lebende Schriftstellerin einen antiken Mythenstoff aufgreift. Im zweiten Teil der Arbeit soll Christa Wolfs Mythosverstandnis erortert werden. Dabei wird ein in der Rezeption ofter angesprochener Kritikpunkt aufgegriffen: Meint Wolf, mit ihrer Mythenadaption den wahren Kern des Mythos gefunden zu haben oder stellt ihre Erzahlung Kassandra eine Remythologisierung dar? Im dritten Teil dieser Arbeit soll die inhaltliche Umsetzung von Christa Wolfs Kritik an den tradierten Formen beschrieben werden. Ihre Umarbeitungen und Umdeutungen des Mythos sollen in Bezug auf das Stichwort Entmythologisierung beschrieben werden. Im vierten Kapitel wird Wolfs Umformung des Stoffs unter formal-poetologischen Aspekten skizziert. Es wird Christa Wolfs Konzept der Subjektiven Authentizitat vorgestellt und die Anwendung dieses Konzepts auf das Kassandraprojekt nachgewiesen. Ausserdem soll die Frage beantwortet werden, ob dieses Konzept eine Asthetik des Widerstands beinhaltet. Als ubergreifendes Thema wird im funften Teil der Arbeit erklart, warum das Kassandraprojekt als Zivilisationskritik verstanden werden muss, was nach Wolf gleichbedeutend mit einer Patriarchatskritik ist. Im sechst"