ISBN-13: 9783638932349 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 120 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1,6, Humboldt-Universitat zu Berlin (Institut fur Geschichtswissenschaften), 128 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Beschaftigt man sich mit der Geschichte Deutschlands und Osterreichs zwischen den beiden Weltkriegen, dann steht in den meisten Fallen eine Frage im Mittelpunkt. Warum scheiterte die parlamentarische Demokratie in beiden Landern in der Auseinandersetzung mit der faschistischen Bedrohung? Dabei spielte die sozialdemokratische Partei sowohl im Deutschen Reich, als auch in Osterreich, zwangslaufig eine entscheidende Rolle. Beide zahlten zu den machtigsten Vertretern der organisierten Arbeiterschaft in Mitteleuropa und hatten von Anfang an entscheidenden Einfluss auf die Politik der nach dem I. Weltkrieg entstandenen Republiken. Wahrend die osterreichischen Sozialdemokraten letzten Endes zum Auersten bereit waren und zu den Waffen griffen, blieben gewaltsame Erhebungen ihrer deutschen Genossen komplett aus. Warum verteidigten die osterreichischen Sozialdemokraten im letzten Moment, wenn auch erfolglos, die Demokratie mit militarischer Gewalt, wahrend es in der Weimarer Republik zu keiner bewaffneten Erhebung gegen die Feinde der Republik kam, obwohl sich beide, mit Schutzbund und Reichsbanner, die Instrumente dafur geschaffen hatten? Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht die Frage, warum es trotz vieler Ahnlichkeiten und Verbindungen zwischen den beiden Sozialdemokratischen Parteien und ihren Kampfverbanden zu so unterschiedlichen Reaktionen kam, als die burgerliche Rechte tatsachlich begann, die parlamentarische Demokratie zu zerstoren.