ISBN-13: 9783656727057 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 80 str.
ISBN-13: 9783656727057 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 80 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Sozialpadagogik / Sozialarbeit, Note: 2,0, Hochschule Koblenz, 31 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Wir wissen eine ganze Menge uber Familien, weil wir selbst in einer Familie aufgewachsen sind. Und doch scheint man mit zunehmenden Wissen eigentlich immer mehr den Uberblick zu verlieren. Familien scheinen alle gleich zu sein, und doch unterscheiden sie sich voneinander. Die Familie stellt eine Gruppe dar, die gleichermaen Gutes wie Schlechtes hervorzubringen vermag; sie gibt ihren Mitgliedern Ruckhalt und kann sie zugleich aushohlen; sie ist nahrend und doch sehr beanspruchend; so leicht zu verstehen und doch so verwirrend" (Berg 1992, S. 15). Wahrend meiner Berufpraxis in verschiedenen stationaren Einrichtungen ist mir die folgende Einstellung ausgebildeter Padagogen oft aufgefallen: "Ich wei, was richtig und falsch fur die Kinder und deren Eltern ist, warum sich Kinder auffallig, provozierend oder aggressiv verhalten, was Eltern falsch machen." Diese Vorstellung von schlechten Eltern, die mir dort entgegengeschlagen ist, hat in einer Aussage eines Kinderpsychiaters, der mit einer Einrichtung zusammenarbeitete, seinen Hohepunkt gefunden, der sagte: "Ich operiere Ihnen die Eltern weg und dann konnen Sie mit den Kindern arbeiten und Fortschritte erzielen." Er vertrat die Meinung, die Einbeziehung der Eltern wurde die Arbeit des Heimes nur behindern und deren Erfolge immer wieder zunichte machen. Eltern, deren Kinder mal im Heim sind, hatten bewiesen, dass sie der Erziehung nicht gewachsen sind und dass sie ihnen sogar schaden und sie seien darum von den Kindern fern zu halten.