ISBN-13: 9783668242890 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 26 str.
ISBN-13: 9783668242890 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 26 str.
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Latein, Note: 1,3, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit werden die wichtigsten Inhalte der Ehegesetze des Augustus erortert. Zudem wird Ovids Werk Ars Amatoria analysiert und in Kontext zum Lex Iulia de martiandis ordinibus und Lex Iulia de adulteriis, als auch zum Sittenskandal der Iulia gestellt. Ziel ist es, einzuordnen zu konnen, inwiefern das literarische Werk Ovids, die Gesetzgebung Augustus als auch der Sittenskandal miteinander verwoben sind. Nachdem der Autor Publius Ovidius Naso, genannt Ovid, im Jahr 8 n. Chr. vom damaligen Princeps Gaius Octavius, bekannt als Augustus, nach Tomi verbannt wird, nennt er in seiner Exildichtung Tristia II carmen et error, also das Lied und der Irrtum, als Grund fur sein Exil. Mit Carmen konnte seine Ars Amatoria, die Kunst des Liebens, gemeint sein. Diese Dichtung ist damals ein sehr erfolgreiches Werk, das sich als "erotisches Lehrgedicht" versteht. Allerdings scheint Ovid mit dem Inhalt dieses Gedichts auch die Ehegesetze des Augustus, genau genommen die Lex Iulia de adulteriis sowie die Lex Iulia de martiandis ordinibus, mal offensichtlich und mal mit Zweideutigkeit zu kritisieren. Wie kritisch die damalige Situation fur den Autor zu betrachten ist, hangt naturlich auch von der Sichtweise des amtierenden Princeps selbst ab. Wie verhielt sich also Augustus im Allgemeinen gegenuber den Menschen in seinem Umfeld, wenn es um seine Ehre sowie sein Verstandnis von Moral ging? Wie provokant ist die Ars Amatoria tatsachlich aufzufassen und was hat es mit dem "Geheimnis des error" auf sich? Was sich beim Sittenskandal wohl ereignet haben muss und ob eine mogliche Mitverwicklung Ovids wirklich als ausschlaggebend fur die Verbannung angesehen werden kann, soll im Folgenden erortert werden.