ISBN-13: 9783656682615 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 24 str.
ISBN-13: 9783656682615 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 14, Braunschweig Kolleg, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem 1. Weltkrieg war die Geburtenrate in Deutschland drastisch gesunken und bereitete dem nationalsozialistischen Regime zunehmend Sorgen bezuglich der Erhal-tung "rassisch und erbbiologisch wertvollen" Nachwuchses. Auch die Tatsache, dass unverheiratete Mutter, aus Angst vor Diffamierung der Gesellschaft, oftmals den Weg der Abtreibung wahlten war ein entscheidender Faktor dieser Entwicklung. Aus diesem Grund war es Heinrich Himmler, der veranlassen lie, dass am 12. Dezem-ber 1935 der Verein "Lebensborn e.V.," was etwa "Lebensbrunnen" bedeutet, in Berlin gegrundet wurde. Ein Verein, der augenscheinlich darum bemuht war, werdende Mut-ter vor der Gesellschaft zu schutzen und ihnen einen Ort zu bieten, an dem sie unter Geheimhaltung entbinden konnten. Kaum hatte man 1936 mit dem ersten Lebensborn-Heim in Steinhoring Erfahrungen gesammelt, nahm man auch schon den Betrieb im zweiten Heim, dem "Heim Harz" in Wernigerode auf. Es sollten noch 7 weitere in Deutschland und 23 im Ausland dem Lebensborn bis Kriegsende gehoren, welche jedoch nicht alle in Betrieb genommen wurden. Bei den "Nurnberger Prozessen" machte man sich die Auffassung Himmlers zu Eigen und bestatigte einen gemeinnutzigen Zweck. Zu diesem Zeitpunkt war den Richtern jedoch nicht bekannt, dass der Lebensborn e.V. mitverantwortlich fur die Verschlep-pung von Kindern aus den von Deutschland besetzten Gebieten war. Da in der Offentlichkeit schon vor Kriegsende wenig vom Lebensborn bekannt war, neigte man dazu, anzunehmen, es hatte sich bei den Heimen um "Zuchtanstalten" oder bordellartigen Einrichtungen gehandelt. Diese Idee griffen auch zahlreiche Medien auf, sodass dieses Gerucht auch heute noch Bestand hat. Die Fragestellung, ob dies auf die Lebensborn-Heime zutraf, soll mit dieser Facharbeit am Beispiel des "Heim Harz" in Wernig