ISBN-13: 9783656148968 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 104 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Universitat Duisburg-Essen (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Fachbereich Gesellschaftswissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Sicherheitspolitik gilt grundsatzlich als die letzte Bastion der nationalstaatlichen Souveranitat. Die Staaten lehnen es traditionell ab, in diesem Bereich Befugnisse mit internationalen Organisationen zu teilen. Seit Beginn des europaischen Integrationsprozesses hat es dennoch unter den Mitgliedstaaten der Europaischen Union (EU) Bestrebungen nach einer engeren Zusammenarbeit in diesem Politikfeld gegeben. Im Unterschied zu der wirtschaftlichen Integration erwies sich die sicherheitspolitische Integration als schwieriger. Erst mit dem Vertrag von Maastricht 1992 wurde mit der Gemeinsamen Auen- und Sicherheitspolitik (GASP) die politische Zusammenarbeit vertraglich festgelegt. Mit der Weiterentwicklung der GASP und der Etablierung der Europaischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) 1999 als Bestandteil dieser ist eine zunehmende Vertiefung der Sicherheitspolitiken der Mitgliedstaaten der Europaischen Union zu erkennen. Seit 2004 werden im Rahmen der GSVP zivile und militarische Einsatze zur Friedenssicherung durchgefuhrt. Die Europaische Union wird zunehmend als sicherheitspolitischer Akteur wahrgenommen. Mit dem Reformvertrag von Lissabon, der Ende 2009 in Kraft trat, wurde nicht nur mit der Umbenennung der ESVP in die Gemeinsame Europaische Sicherheitspolitik (GSVP) die gemeinsame Ausgestaltung dieses Politikfeldes gestarkt, sondern auch die solidarische Zusammenarbeit und der wechselseitige Beistand bekraftigt. Nach wie vor ist die GSVP allerdings kein vergemeinschaftetes Politikfeld. Sie basiert auf den traditionellen Regeln der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit. Die Mitgliedstaaten der Europaischen Union sind die zentralen entscheidungsbefugten Akteure. Es ist jedoch festzustellen, dass die nat