ISBN-13: 9783640669646 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich BWL - Bank, Borse, Versicherung, Note: 2,0, Ruhr-Universitat Bochum, Veranstaltung: Sozialpolitik / Seminar: Gesundheitsokonomik, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Diskussion um den Umbau der sozialen Sicherungssysteme steht seit langem auf der sozialpolitischen Tagesordnung. So bewegten sich die Reform-Bemuhungen der letzten Jahre stets zwischen der Notwendigkeit innovativer Wettbewerbsmodelle und der Beibehaltung der sozialen Grundsicherung. Hiervon war das Gesundheitswesen in besonderem Mae betroffen. Kritik von Uberregulierung, Uneffektivitat bis hin zu volkswirtschaftlicher Verschwendung trafen vor allem die Struktur der Gesetzlichen Krankenversicherungen. Die Gesundheitsreform 1992, hier besonders das Gesundheitsstrukturgesetz (GSG), versprach durch Einfuhrung der allgemeinen Kassenwahlfreiheit insgesamt mehr Wettbewerb zum Wohle der Versicherten. Die finanzielle Ausgestaltung beinhaltete im Kern die Einfuhrung des Risikostrukturausgleichs (RSA) zwischen den einzelnen Krankenkassen. Ziel war neben der Herstellung gleicher Startchancen fur die Kassen die solidarische Finanzierung der Leistungen fur bestehende verschiedene Risikogruppen. Als theoretische Konzeption durchdacht, war der RSA in der Praxis von Anfang an ein umstrittenes Element der neuen GKV-Wettbewerbsordnung. Kritiker sprachen von einem, Finanzausgleich durch die Hintertur"1 und bemangelten, der RSA hatte die politisch ungewollte Risikoselektion nicht verhindert. In Bezug hierauf soll die vorliegende Arbeit zunachst Grundstrukturen der Gesetzlichen Krankenversicherungen, des Risikostrukturausgleiches und die sozialpolitisch gesehenen Notwendigkeiten des RSA aufzeigen. Weiterhin besteht die Absicht, in der Analyse Schwachen und Problemfelder des RSA als Transferinstrument zwischen den Krankenkassen darzustellen. Ziel ist es zu entscheiden, ob der RSA sich mit Hilfe von aktuell vorliegenden Reformenvorschlagen (bzw. schon verabschiedeten Gesetzen), wie