ISBN-13: 9783656364887 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,0, Otto-von-Guericke-Universitat Magdeburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Tod ereilte in der Zeit der Vormoderne nicht nur "die Alten," sondern er war fur junge wie alte Menschen allgegenwartig und konnte unerwartet eintreffen. Der groere Teil der Menschen verstarb, bedingt durch Krankheiten, Hungersnote, Kriege etc. und vor allem im Kindesalter, bereits vor dem hohen Alter. Der wahrend der Fruhen Neuzeit populare Spruch "Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben" bezeugt diese Gegebenheit. Trotzdem wurde das Alter seit jeher, vor allem aufgrund des korperlichen Verfalls alter Menschen, der von allen Alterssymptomen am deutlichsten nach auen sichtbar ist, als letzte Lebensstufe und als Vorstufe des Todes sowohl positiv als auch negativ wahrgenommen: "Einerseits wurde Altern mit korperlichem und geistigem Zerfall, Gebrechlichkeit und Nahe zum Tod assoziiert, und im Vergleich zum positiven Bild der Jugend wurde das Alter auch fruher meist negativ bewertet. Andererseits wurde Alter mit Erfahrung und geistiger, spiritueller Entwicklung (Weisheit) in Verbindung gebracht." Je nachdem, ob der Tod als positives oder negatives Ereignis wahrgenommen wurde, konnte auch das Alter als vorheriger Lebensabschnitt als "Erfolgs- oder als Verfallsgeschichte"2 gedeutet werden. In der vorliegenden Hausarbeit wird der Frage nachgegangen, welche Deutungen und Vorstellungen fur das Alter in Zusammenhang mit der Endlichkeit und dem Tod in der Vormoderne aufgegriffen, weiterentwickelt und verandert wurden und welche geschlechtsspezifischen Stereotypen alten Menschen zugeschrieben wurden. Zur Beantwortung der Fragestellung werden zunachst allgemeine Vorstellungen uber Alter und Tod in der Fruhen Neuzeit vorgestellt. In den darauf folgenden Kapiteln werden positive und negative Darstellungen des Alters in Zusammenhang mit dem Tod erlautert.