ISBN-13: 9783565210329 / Niemiecki / Miękka / 140 str.
Es ist das deutsche Atlantis: Rungholt. Eine reiche Handelsstadt im Wattenmeer, die angeblich für ihren Hochmut bestraft wurde. Der Historiker Malte Sörensen trennt in "Die Flut, die das Land fraß" die Legende von der historischen Wahrheit. Im Zentrum steht die "Grote Mandrenke" (Das große Menschenertrinken) von 1362, eine der verheerendsten Sturmfluten der Geschichte.Sörensen rekonstruiert anhand von Wattfunden und alten Chroniken das Leben der Friesen, die dem Meer Land abtrotzten, Salz abbauten und globalen Handel betrieben. Er zeigt, dass der Untergang nicht göttliche Strafe war, sondern eine menschengemachte Katastrophe: Durch den Torfabbau hatten die Bewohner den Boden unter ihren eigenen Füßen abgesenkt, bis die Deiche brachen.Das Buch zieht beklemmende Parallelen zur heutigen Situation an den Küsten. Es ist eine Geschichte über den ewigen Kampf Mensch gegen Natur, über Landverlust und die Spuren, die eine untergegangene Welt im Schlick hinterlässt. Sörensen nimmt den Leser mit auf eine archäologische Reise zu den Scherben einer Zivilisation, die buchstäblich über Nacht von der Karte gewischt wurde.
Wo heute die Wellen rauschen, standen einst Kirchen und Märkte. Die wahre Geschichte der großen Flut, die das Gesicht Deutschlands für immer veränderte.