ISBN-13: 9783565199631 / Niemiecki / Miękka / 100 str.
"Das Märchen vom reinen Bier - Warum das Reinheitsgebot kein Gesetz für die Gesundheit war" nimmt eines der heiligsten deutschen Kulturgüter unter die Lupe. Wir lernen, dass das Bayerische Reinheitsgebot von 1516 erlassen wurde, um die Qualität des Bieres zu sichern und Panscherei zu verhindern. Doch dieses Buch enthüllt die knallharten ökonomischen Motive hinter dem Dekret.Kulturhistoriker Lukas Brauer erklärt, dass es Herzog Wilhelm IV. nicht um die Gesundheit der Trinker ging, sondern um den Preis von Brot. Damals konkurrierten Bäcker und Brauer um denselben Rohstoff: Weizen und Roggen. Indem der Herzog festlegte, dass Bier nur aus Gerste gebraut werden durfte (ein Getreide, das zum Backen weniger taugt), sicherte er die Brotversorgung der Bevölkerung und verhinderte Hungerrevolten. Gleichzeitig schützte er den bayerischen Markt vor importierten Bieren aus dem Norden, die oft mit Kräutern gewürzt waren."Das Märchen vom reinen Bier" entlarvt das älteste Lebensmittelgesetz der Welt als eine Maßnahme des Protektionismus und der Preiskontrolle. Es zeigt, wie eine wirtschaftspolitische Verordnung über die Jahrhunderte zu einem Marketing-Mythos der Brauindustrie umgedeutet wurde.
Entdecken Sie, warum das Reinheitsgebot nicht erlassen wurde, um das Bier besser zu machen, sondern um das Brot billiger zu halten.