ISBN-13: 9783668386228 / Niemiecki / Miękka / 2017 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Literatur, Note: 2.0, Universitat Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Hausarbeit hat zum Ziel, auszumachen, ob die Figur Carmen in Merimees Novelle eindeutig dem Typus der femme fatale entspricht. Hierfur wird in einem ersten Schritt der Begriff an sich definiert und dessen Geschichte mit primarem Fokus auf das Fin de siecle beleuchtet. Des Weiteren werden die generellen Eigenschaften der femme fatale erlautert, welche ihr aueres Erscheinungsbild, ihre Charakteristika und ihr/-e Wirken/Mittel umfassen. Im darauffolgenden Teil wird Carmen anhand ihrer Eigenschaften spezifisch in Bezug auf den Typus untersucht, inwiefern sie eventuell eine femme fatale sein konnte oder eben nicht. Die Schlussbetrachtung umfasst ein Resumee, welches die erhaltenen Erkenntnisse im Zusammenhang mit der bearbeiteten Theorie aufgreift und sinnvoll darstellt. Dies dient zur abschlieenden Beurteilung, ob Carmen dem Mythos entspricht. Die Figur der femme fatale ist eines der altesten Phanomene der Literaturgeschichte. Bereits in der Antike wurden Frauen mit den signifikanten Merkmalen der femme fatale beschrieben und charakterisiert. Durch die Epochen hindurch wurde die Frauengestalt mit den damonischen Zugen immer wieder thematisiert und gezielt als attraktives Mittel in der Literatur eingesetzt. Vor allem im Fin de siecle erfreute sich der Mythos unter den franzosischen Autoren grosser Beliebtheit und erlebte somit seinen literaturhistorischen Hohepunkt. In dieser Arbeit liegt der Fokus auf Prosper Merimees Novelle "Carmen," welche 1847 erschienen ist und somit vor dem Fin de siecle entstanden ist. Durch das Wirken der Carmen wird Don Jose, die mannliche Hauptfigur der Novelle, ins Verderben gesturzt. Er findet schlielich den Tod durch den Strang. Sein Tod ist dementsprechend ihr Werk.