ISBN-13: 9783836600620 / Niemiecki / Miękka / 2006 / 114 str.
ISBN-13: 9783836600620 / Niemiecki / Miękka / 2006 / 114 str.
Inhaltsangabe: Einleitung: Das Bildungswesen steht in nahezu allen Landern unter der Aufsicht des Staates und wird in hohem Mae mittels offentlicher Gelder finanziert. Traditionell dominiert in Bildungssystemen eine zentrale Input-Steuerung der Schulen. Dazu gehort u. a. die staatliche Zuteilung von Finanz- und Personalressourcen, die Vorgabe von Richtlinien und Lehrplanen sowie umfassende rechtliche und administrative Regelungen. Insbesondere in Deutschland wurde der staatliche Bildungsauftrag (Artikel 7 des Grundgesetzes) in ein bis heute stark administrativ-zentralistisch ausgepragtes Steuerungssystem umgesetzt, in dem die einzelnen offentlichen Schulen weitgehend unselbstandig sind und verwaltungstechnisch als nachgelagerte Behorden fungieren], die ihre Dienstleistungen nach vorgegebenen Normen und Dienstanweisungen zu erbringen haben." Durch internationale Schulleistungsstudien wie TIMSS und PISA wird jedoch zunehmend deutlich, dass sich die Qualitat der schulischen Bildung allein mit einer staatlich administrierten und an Ressourceninputs orientierten Lenkung nicht sichern lasst. Denn zum einen erreichen Lander trotz vergleichbarem Ressourceneinsatz (gemessen am prozentualen Anteil der Bildungsausgaben am nationalen BIP) hochst unterschiedliche Resultate bei den gemessenen Bildungsergebnissen. Zum anderen lasst sich empirisch nachweisen, dass dezentrale Ressourcenverantwortung, Konkurrenz unter Schulen und damit verbundene output-orientierte Steuerungsansatze positive Effekte auf die Bildungsleistungen von Schulern ausuben. Auch im deutschen Bildungssystem werden mit dem administrativen Steuerungsansatz allem Anschein nach wesentliche Ziele nicht (mehr) erreicht. Das gilt nicht nur mit Blick auf die Bildungsergebnisse wie bspw. die im PISA-Vergleich (erneut) unterdurchschnittlichen Testleistungen deutscher Schuler. Ebenfalls lassen sich in Bezug auf die Effizienz und Effektivitat des Ressourceneinsatzes im Bildungsprozess hier zu Lande Defizite ausmachen