ISBN-13: 9783668334663 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 122 str.
ISBN-13: 9783668334663 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 122 str.
Masterarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg (Historisches Seminar), Veranstaltung: Global History, Sprache: Deutsch, Abstract: Zentrales Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es, zu untersuchen, wie die zwei Identitaten der Sayyida Salme und Emily Ruete in den zwischen 1868 und 1916 von ihr aufgenommenen Fotografien konstruiert und konstituiert werden, aber auch, wie ihre hybride Personlichkeit in ihnen zum Ausdruck kommt. Um dies beantworten zu konnen, wird analysiert, wie Emilys Merkmale von Klasse, Geschlecht und Ethnie in den Fotografien reprasentiert werden. Dazu zahlt auch, Uberlegungen anzustellen, welche Adressat*innen der Autor oder die Autorin der Fotografien im Blick hatten, ob sie womoglich fur einen privaten oder offentlichen Zweck gedacht waren, und wie Betrachter*innen im ausgehenden 19. Jahrhundert die Aufnahmen gedeutet haben konnten. Weiter wird untersucht, wie Emilys Fotografien die durch ihre Hybriditat entstandenen Handlungsmoglichkeiten unterstutzt und sie in ihrer Position als authentische Stimme innerhalb des deutschen burgerlichen Orientalismus-Diskurses gestarkt haben konnten. Wenn im Folgenden vom Orient" die Rede ist, bleibt dieser Begriff bewusst geographisch unbestimmt, da hiermit die europaische Sinneinheit des Orients gemeint ist, die sich nur schwer in geographischen Parametern festhalten lasst.Nach einer kurzen Vorstellung von Emily Ruetes Biografie folgen die Kapitel den funf Schritten der Bildanalyse. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Untersuchung der Rezeption und Nutzung der ausgewahlten Fotografien. Dabei stehen insbesondere Emilys Memoiren in Verknupfung mit einer von 1868 stammenden Aufnahme im Vordergrund, die damals wie heute verwendet wird, um die Autorin der gesammelten Erinnerungen vorzustellen. Hier gilt es zu fragen, wie sich Bild und Text gegenseitig unterstutzten und Emilys Position innerhalb des Orientalismus-Diskurses bestimmten, d"