ISBN-13: 9783639070729 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 168 str.
Die Frage nach einer europäischen Identität bewegtWissenschaftler ebenso, wie Medien und Politiker.Spätestens seit der Debatte um die EU-Verfassung, hatsich gezeigt, wie sehr Europa in nationalstaatlichenIdentitäten verankert ist. Je weiter der politischeEinigungsprozess voran schreitet, desto dringenderwerden die Fragen: Wo sind die Grenzen Europas? Undwie kann eine europäische Identität definiert werden?Dass zur Schaffung einer gemeinsamen europäischenIdentität historische Gestalten oder Ereignisseherangezogen werden, zeigt die Diskussion um Karl denGroßen als Vater Europas oder das Christentum alsGrundlage der Einigung. Einhergeht damit die Bildungvon Mythen. Historische Mythen haben, wie anhand vonJeanne d Arc und Friedrich Barbarossa gezeigt wird,bereits im 19. Jhd. ihre identitätsstiftende Wirkungentfaltet. Ob dies auch für Europa möglich ist, isthingegen fraglich. Eine Einheit Europas entsteht eherdurch Überschneidungen von Mythenräumen, durch einnetzartiges Gebilde von Gemeinsamkeiten. Und sostellt sich dieses Buch die Frage: Braucht Europaüberhaupt einen gemeinsamen Mythos, um existieren zukönnen? Und kann man einen solchen Mythos ausfindigmachen?