ISBN-13: 9783565210831 / Niemiecki / Miękka / 108 str.
Wer waren die Kelten wirklich? Für die meisten sind es die wilden Barbaren aus den Asterix-Comics oder den blutrünstigen Berichten von Julius Caesar. Der Historiker Holger Brandl zeigt in "Die stummen Fürsten", dass dieses Bild das Ergebnis einer der erfolgreichsten Propagandakampagnen der Weltgeschichte ist. Da die Kelten ihre komplexe Philosophie und Geschichte nur mündlich weitergaben, schrieben die römischen Sieger ihre Geschichte.Brandl rekonstruiert anhand neuester archäologischer Funde (wie dem Fürstengrab von Glauberg) eine Hochkultur, die den Römern technologisch in der Metallverarbeitung und im Straßenbau oft ebenbürtig war. Er beschreibt ein Volk, das weit vernetzte Handelsbeziehungen bis nach Asien pflegte und Frauen in Führungspositionen akzeptierte - ein Graus für die patriarchalen Römer.Das Buch ist eine historische Ehrenrettung. Es zeigt, wie Caesar den Begriff "Gallier" politisch instrumentalisierte, um seinen illegalen Eroberungskrieg zu rechtfertigen, und wie das Wissen der Druiden systematisch vernichtet wurde. Ein faszinierender Blick auf die Verlierer der Geschichte, deren Erbe in unserer Sprache und Kultur bis heute weiterlebt, ohne dass wir es wissen.
Sie bauten Straßen, schmiedeten das beste Eisen und fürchteten nur, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Die wahre Geschichte der Kelten jenseits der römischen Propaganda.