ISBN-13: 9783838601212 / Niemiecki / Miękka / 1997 / 132 str.
ISBN-13: 9783838601212 / Niemiecki / Miękka / 1997 / 132 str.
Inhaltsangabe: Gang der Untersuchung: Die vorliegende Arbeit besteht aus zwei Teilen mit verschiedenen Fragestellungen. Der Blick richtet sich dabei weniger auf die Praxis in den (afrikanischen) Kolonien, als vielmehr auf die Kolonialpolitik des Deutschen Reiches und dessen Akzeptanz und Unterstutzung in der Offentlichkeit. Im ersten Teil, der Analyse der Stereotypen des kolonialen Diskurses sollen die Muster kolonialen Denkens in der deutschen Offentlichkeit von 1884-1918 in Bezug auf die afrikanischen Kolonien untersucht werden. Dazu werden Auerungen aus verschiedenen politischen Lagern, aus verschiedenen gesellschaftlichen Feldern und aus verschiedenen Argumentationszusammenhangen auf ihre kolonialistischen Denkmustern untersucht. Arbeitshypothese war, da es trotz vehementer Konflikte im kolonialen Diskurs, wesentliche Ubereinstimmungen in der Beurteilung der kolonial beherrschten Volker und Kulturen gab. Diese "kolonialistische Disposition" bildete eine Legitimationsgrundlage der imperialistischen Expansion und war wesentlicher Faktor der kolonialen Praxis, besonders der des Reiches selbst. Es wird weiter die Frage nach den Ursprungen kolonialistischen Denkens gestellt, das grundsatzlich nicht als vordergrundige Kaschierung hintergrundiger Profitinteressen verstanden wird. Ersten Aufschlu daruber gibt die inhaltliche Logik der Stereotypen des kolonialen Diskurses selbst. Dazu werden verschiedene theoretische Ansatze diskutiert, ?um die Herkunft der dargestellten Denkmuster und Werte zu klaren. Eine historische Arbeit, die sich gezielt mit der Untersuchung der Stereotypen des kolonialen Diskurses beschaftigt hat, gibt es bisher nicht. Dagegen sind in den verschiedenen Wissenschaftsbereichen fur die gesellschaftlichen Felder wie Politik, Literatur und Wissenschaft (Ethnologie) mehr oder weniger Arbeiten in diesem Sinne geliefert worden. Fur den Beginn der deutschen Kolonialexpansion ist Hans-Ulrich Wehlers "Bismarck und der Imperialismus" mageblich, dessen t