ISBN-13: 9781532771996 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 220 str.
ISBN-13: 9781532771996 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 220 str.
Als Helmut Wendt mir vor einiger Zeit erzahlte, er sei dabei, ein Buch uber die Pflege dementiell Erkrankter durch Angehorige zu schreiben, war mein erster Gedanke: Schon wieder ein Buch uber Demenz " Dann aber bekam ich die ersten Auszuge des eingearbeiteten Tagebuches einer pflegenden Tochter zu Gesicht und mit jeder Fortsetzung wartete ich gespannt auf noch mehr Informationen, denn ich stellte fest: Dies ist kein Buch wie alle anderen Hier wird der tagliche Ablauf bei Pflege und Betreuung aufgezeigt, wie er wirklich war und wie er auch jederzeit bei anderen Angehorigen und Betroffenen auftreten kann. Unterlegt wird der Verlauf der Pflege und der Betreuung durch zahlreiche Dokumente wie Briefe, Gutachten, Gerichtsschreiben, Arztberichte, usw.. Ganz deutlich wird auch gezeigt, welche Kraft pflegende Angehorige taglich oft rund um die Uhr aufbringen mussen und welche burokratischen Hurden dazu haufig noch genommen werden mussen. In meinen Gesprachen mit hilfesuchenden Angehorigen von dementiell Erkrankten stelle ich immer wieder fest, dass Pflege und Betreuung am Anfang sehr stark unterschatzt werden, sich dann aber sehr schnell der im Buch dargestellten Situation nahern. Auf unseren Informationsveranstaltungen zu Demenzerkrankungen wird mir immer wieder erzahlt: Ein bisschen mehr einkaufen, kochen usw. werden die Kinder doch wohl noch schaffen " Wir stellen doch keine grossen Anspruche ..." Ich habe ganz liebe Kinder, die machen das schon ..." Die Eltern sind doch bescheiden und pflegeleicht ..." Oder Gesprache verlaufen so: Du wohnst im Haus (oder in der Nahe), da kannst Du doch wohl ..." Wir waren doch auch immer fur dich da, wenn du als Kind mal krank warst ..." Machen Sie sich nicht zu viel Gedanken, Sie haben doch Kinder, die werden sich schon um sie kummern ..." - sind teilweise Aussagen von Arzten. Eine Vorsorgevollmacht ist wirklich wichtig, wir machen sie dann, wenn wir sie brauchen ..." Pflege und Betreuung wird meistens sehr stark unterschatzt. Das bisschen Pflege ..." wird oft von den spater zu pflegenden Familienmitgliedern aber auch von Angehorigen (die nicht pflegen wollen/konnen) vorgebracht, besonders denen gegenuber, die dann fur die Pflege und/oder die Betreuung zustandig sein sollen. Das Buch wendet sich nicht nur an Angehorige, sondern auch an die Menschen, die bei der Pflege helfen oder entlasten wollen (so wie wir von der Alzheimer-Gesellschaft) und an Menschen, die sich fruhzeitig Gedanken machen uber den Lebensabschnitt, den sie nicht mehr eigenverantwortlich bestimmen konnen. Gregor Jannes Alzheimer-Gesellschaft Luchow-Dannenberg e.V."
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