ISBN-13: 9783640953127 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 72 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht, Note: 16, Bucerius Law School - Hochschule fur Rechtswissenschaften in Hamburg (Unternehmens- und Kapitalmarktrecht), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bewertung eines Unternehmens ist nicht nur eine betriebswirtschaftliche, sondern eine originar rechtliche Aufgabe. Sie wird fur Juristen vor allem dann relevant, wenn der Gesetzgeber dem Mehrheitsaktionar die Moglichkeit einer tiefgreifenden Beeintrachtigung der gesellschaftsrechtlichen Stellung auenste-hender Gesellschafter ermoglicht und diesen ein angemessener Ausgleich fur die erlittene Einbue gewahrt werden muss (vgl. 304, 305, 320b, 327a AktG). Zu der Frage, wie die dafur notwendige Unternehmens- und Anteilsbewertung zu erfolgen hat, existiert heute eine unuberschaubare Anzahl an uberwiegend be-triebswirtschaftlich gepragten Methoden . Bei unbefangener Betrachtungsweise scheint es jedoch naheliegend, auf ein lange kaum berucksichtigtes Instrument zuruckzugreifen: den Markt selbst. So stellte schon Herr Zumwinkel als damaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG fest: "Der Markt hat immer Recht, es gibt keine andere Instanz." Unter dieser Pramisse soll im Folgenden untersucht werden, ob nicht der Borsenkurs als ausschlieliches Kriterium zur Bestimmung der angemessenen Abfindungshohe bei Strukturmanahmen dienen sollte.