ISBN-13: 9783656916703 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 32 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Asthetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1.15, Universitat Hamburg (Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Demokratie in ihrer heutigen Ausgestaltung ware ohne die politischen Arbeiten von John Locke nicht entstanden. Locke war einer der Ersten, der den Menschen naturliche Rechte auf Leben, Freiheit und Eigentum zugesprochen hat, unabhangig von konstitutionellen Systemen. Damit hatte er bereits im 17. Jahrhundert die moralische Basis fur die politischen Systeme der Neuzeit geschaffen, wie sich beispielsweise an Uberschneidungen der Lockeschen Theorie mit der amerikanischen Unabhangigkeitserklarung erkennen lasst. Locke war auch einer der Ersten, der Politik als einen Bestandteil der Moralphilosophie anerkannte und damit auch die Notwendigkeit einer moralischen Begrundung von Staaten und Regierungen sah. Innerhalb der lockeschen Staatslehre findet sich insbesondere eine moralische Begrundung des privaten Eigentums. Die Definition von privaten Eigentumsrechten ist einer der zentralen Punkte Lockes, ohne welche moderne kapitalistische Wirtschaftssysteme nicht funktionieren wurden. Die moralische Legitimitat dieser Systeme ist insbesondere seit dem Zusammenbruch der Lehman Brothers 2008 und der darauf folgenden weltweiten Wirtschaftskrise wieder im Diskurs. Dabei stehen insbesondere die zur Allgemeinheit vollig disproportionalen Gehalter von Topmanagern und anderen Wirtschaftsakteuren in der Kritik. Lockes "Zweite Abhandlung uber die Regierung" wird oft als eine moralische Fundierung fur die unlimitierte Aneignung von Besitz gesehen, weswegen ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, dies naher zu beleuchten. Locke legitimiert in seinem Werk Eigentum naturrechtstheoretisch durch Arbeit. Er unterscheidet dabei zwei verschiedene Arten des Naturzustandes, den vor der Einfuhrung von Geld und den danach. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da erst im monetaren Zustand die Moglichkeit de