ISBN-13: 9783838652177 / Niemiecki / Miękka / 2002 / 104 str.
ISBN-13: 9783838652177 / Niemiecki / Miękka / 2002 / 104 str.
Inhaltsangabe: Einleitung: Thema der Arbeit ist der Zusammenhang von Emotion und Sprache. Die Arbeit untersucht Interviews mit gewaltbereiten Jugendlichen vornehmlich aus dem sog. Skinhead-Milieu. Die Interviews wurden im Rahmen einer Studie der Universitat Jena und des Deutschen Jugendinstituts unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Frindte (Universitat Jena) und PD Dr. Klaus Wahl (Deutsches Jugendinstitut, Munchen) durchgefuhrt. Schwerpunkt der Arbeit ist der Zusammenhang von den Emotionen und der Sprache der Jugendlichen. Anhand einer qualitativen Analyse von einzelnen Interviewsequenzen, an denen Emotionen thematisiert werden, spezifiziert die Arbeit insbesondere solche linguistischen Merkmale, die auf ein abweichendes" oder ambivalentes Emotionsempfinden der Jugendlichen hinweisen. Unter einem ambivalenten Emotionsempfinden" verstehe ich allgemein, dass eine Person ein zwiespaltiges, doppeldeutiges emotionales Befinden und Verhalten aufweist. Ein ambivalentes Emotionsempfinden ist zum Beispiel Hassliebe." In der Arbeit wird dargelegt, dass die Jugendlichen aus der Studie oftmals ein solches ambivalentes Emotionsempfinden zeigen. Charakteristisch ist ein nicht unmittelbarer und nicht eindeutiger Sprachstil des Jugendlichen. Kennzeichnend sind z.B.: Abschwachungspartikel (bisschen," irgendwie," halt so" etc.); Indefinitpronomina (man," jemand"); linguistische Merkmale, die eine metaphorische Distanz des Jugendlichen zu seinem Auerungsinhalt anzeigen; der Auerungsinhalt ist thematisch nicht eindeutig auf die Frage des/r InterviewerIn bezogen; es treten Satzflussstorungen und Verzogerungen (Sprechpausen) auf; der Jugendliche wechselt stilistisch in einen nicht authentischen (z.B. formalen) Sprachcode. Aus emotionspsychologischer Perspektive deuten die Analysen u.a. darauf hin, dass die Jugendlichen kognitive Prozesse bei Emotionen als zentral erachten (z.B. ein rationales Abwagen der Gefuhle). Demnach stellen fur die Jugendlichen ein Groteil der Emot