ISBN-13: 9783565298730 / Niemiecki / Miękka / 208 str.
Dieses Buch erklärt, warum unsere Städte heute so aussehen, wie sie aussehen - und warum sich ihr Gesicht oft nicht durch Architekturideen, sondern durch Zinsen, Kreditregeln und Bodenpreise verändert. Es nimmt das Haus als Doppelwesen ernst: Gebrauchswert und Tauschwert. Ein Gebäude schafft Schutz, Alltag, Würde; zugleich wird es bewertet, belehnt und gehandelt. Sobald IRR, Cap Rates und Asset-Management den Raum betreten, verschiebt sich das Gewicht: Raumqualität verliert gegen Kennzahlen - und das formt ganze Stadtmorphologien.Von Mittelalter und Barock über Haussmanns Paris bis zur Gründerzeit zeigt das Buch, wie Parzelle, Block und Typologie aus Rechten, Abgaben, Infrastruktur und Kapital entstehen. Es erzählt auch die Moderne als Reformbewegung - und ihren späteren Absturz in Standardisierung, Funktionstrennung und die ökonomische Logik der "Generic City".Anhand von New York wird die Finanzgeschichte zur Stadtgeschichte: Zoning, Seagram, StuyTown, Supertalls wie 432 Park Avenue. Hier wird Architektur zum Diagramm von Finanzlogik - Luftrechte, Schlankheit, Aussicht als Asset. Und doch gibt es Grenzen: Mängel, Versicherbarkeit, Betriebskosten. Am Ende steht ein Gegenentwurf: Gründerzeit als Prinzip, nicht als Kopie - robust, reparierbar, nutzungsneutral, finanziert von Kapital, das länger denkt.
Warum Städte aussehen, wie sie aussehen: Zinsen, Kredit und Bodenpreise formen Architektur. Von Gründerzeit bis Supertalls - und ein Gegenentwurf: robust, reparierbar, nutzungsneutral.