ISBN-13: 9783640695713 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 144 str.
ISBN-13: 9783640695713 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 144 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin (Otto-Suhr-Institut fur Politikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Adalet ve Kalkınma Partisi spielt seit ihrem Wahlsieg am 3. November 2002 eine zentrale Rolle, nicht nur in der Parteienlandschaft der Turkei, sondern auch als Regierungspartei, die Motor fur die Bestrebungen des EU-Beitritts und der Entwicklung der Turkei zur regionalen Hegemonialmacht ist. Die bisherigen politischen Auseinandersetzungen der Parteien in der Turkei haben sich seit der Regierungsubernahme der AKP zu einem tiefgreifenden, fundamentalen, polarisierenden, die weitere Entwicklung zentral beeinflussenden Machtkampf zwischen zwei Hauptlagern zugespitzt. Die AKP-Anhanger und Befurworter sehen die Turkei auf dem Weg zur liberal verfassten rechtsstaatlichen Demokratie und die AKP als die treibende Kraft in diesem Prozess. Fur das breit gefacherte Parteienspektrum der AKP-Gegner, das die Interessen der kemalistischen Elite und Staatsburokratie vertritt, befindet sich die Demokratie, vor allem der Laizismus in der Turkei, in hochster Gefahr. Die AKP wird als eine islamistische Partei begriffen, deren Intention die Einfuhrung der Scharia als Staatsrecht und die Transformation der Turkei in einen islamistischen Staat sei. Der Ansatz der Arbeit geht davon aus, dass fur die Beantwortung der Frage, ob sich die Turkei unter der Regierung der AKP auf dem Weg zur liberalen rechtsstaatlichen Demokratie befindet oder in Richtung eines Scharia-Staates bewegt, eine genaue Bestimmung der Verfassungsrealitat der Turkei von Noten ist. Den ersten Teil der Arbeit bildet die Vorstellung des Demokratiekonzepts der "defekten Demokratie" von Wolfgang Merkel, Hans-Jurgen Puhle, Aurel Croissant, Claudia Eicher und Peter Thiery, da dies meiner Ansicht nach geeignet ist, die Turkei in politikwissenschaftliche theoretische Kategorien einzuordnen. Es folg