ISBN-13: 9783656929734 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 156 str.
ISBN-13: 9783656929734 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 156 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Sozialwissenschaften allgemein, Note: 1,5, Universitat Koblenz-Landau (Institut fur Kommunikationspsychologie und Medienpadagogik), Sprache: Deutsch, Abstract: Seit geraumer Zeit zeichnet sich auf Seiten der privaten Fernsehsender ein neuer Trend ab. Das Nachmittagsprogramm sowie der Vorabend werden mit einer ganz bestimmten Sendungsart regelrecht uberhauft. Auf den ersten Blick wirken die Inhalte dieser Sendungen wie eine Art Dokumentation und daher real. Im Vor- bzw. Abspann wird mit dem Hinweis "Alle handelnden Personen sind frei erfunden." allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass diese Inhalte nicht echt sind, sondern alles gespielt wird. Die Tatsache, dass es sich um inszenierte Fernsehdramen und nach Drehbuch agierende Laiendarsteller handelt, schadet den Formaten jedoch nicht, sie erzielen nicht selten sogar beachtliche Einschaltquoten. Die Rede ist von Scripted Reality. Wie der Titel dieser wissenschaftlichen Forschungsarbeit bereits ankundigt, besteht das Hauptinteresse darin, Erkenntnisse uber die Nutzungsmotivation der Scripted Reality-Rezipienten zu gewinnen. In Anbetracht des enormen Erfolges dieser Art des Fernsehens stellt sich der Autor in der vorliegenden Untersuchung daher die Frage, welchen Reiz die fiktiven, intimen Geschichten von ihnen unbekannten, frei erfundenen Personen auf die Zuschauer auswirken. Die Rede ist haufig von Voyeurismus, manchmal sogar von moralischem Verfall. Liegt der Zuwendung ein spezifisches individuelles Bedurfnis zugrunde? Oder stellen die Scripted Reality-Formate einfach eine Sendungsform des Realitatsfernsehens dar, die Authentizitat bietet und zugleich bestens unterhalt und Ablenkung verspricht? Da die individuelle Fernsehnutzung und die dahinter stehenden Bedurfnisse und Motive der Rezipienten sehr eng mit personlichen Eigenschaften und Merkmalen verknupft sind, wird untersucht, welchen Einfluss verschiedene individuelle Faktoren auf die Zuwendung zu Scripted Reality